12.01.18
22:01 Uhr

Panther stürmen Nürnberger Festung

Foto: Steffen Riese

Die Augsburger Panther haben erstmals in der laufenden Saison vier Spiele in Serie gewonnen. Beim heimstarken Tabellenführer Thomas Sabo Ice Tigers siegte der AEV in einem hochklassigen Spiel trotz Rückstand am Ende nicht unverdient mit 2:1. Die Treffer für die Panther erzielten Brady Lamb (18.) und Jaroslav Hafenrichter (54.). Für Nürnberg war Brandon Segal erfolgreich (9.).

Panther gut im Spiel

Mike Stewart vertraute fast komplett dem Personal, das zuletzt schon so erfolgreich war. Einzig der wiedergenesene Arvids Rekis kehrte zurück und ersetzte Simon Sezemsky in der Vertreidigung. Die AEV-Defensive stand allerdings zu Beginn gar nicht im Mittelpunkt, denn die Gäste spielten frech nach vorne.

Michael Davies hatte nach einem Abpraller von Niklas Treutle bereits in der zweiten Spielminute die Führung auf dem Schläger, setzte den Puck aber neben das Tor. Auch Drew LeBlanc hatte in der Anfangsphase eine gute Gelegenheit, scheiterte aber an Treutle (6.).

Auf der Gegenseite prüfte Taylor Aronson Olivier Roy, aber dieser griff sicher zu (5.). In der neunten Spielminute musste Roy allerdings das 1:0 hinnehmen. Eigentlich schien die Situation nicht wirklich gefählich, als Segal abzog, aber der Puck rutschte dem Augsburger Goalie durch die Beine.

Die Panther waren aber nicht geschockt. Nur 20 Sekunden nach dem Rückstand scheiterte Trevor Parkes nach tollem Anspiel von LeBlanc aus kürzester Distanz an Treutle (10.). Der Schlussmann der Franken hielt auch einen Nachschuss von Evan Trupp herausragend (13.) und zeichnete sich zudem bei einem Versuch in Überzahl von Daniel Schmölz aus (16.).

Lamb gleicht in Überzahl aus

Doch im gleichen Powerplay kamen die Gäste doch noch zum verdienten Ausgleich, als LeBlanc auf Lamb zurücklegte und dieser Treutle mit einem Gewaltschuss keine Chance ließ (18.).

Im Mitteldrittel wurden auch die Ice Tigers, die im ersten Durchgang drei Überzahlsituationen ausließen, gefährlicher und so bot sich den Zuschauern ein offener Schlagabtausch.

John Mitchell fuhr kurz nach Wiederbeginn auf Roy, fand in diesem allerdings seinen Meister (21.). Auch Leo Pföderl hatte zweimal die große Chance, Nürnberg erneut in Führung zu bringen, aber Roy parierte jeweils mit dem Schoner ganz stark (24., 32.).

Aber auch die Panther hatten durch Mark Cundari (25.), Davies (26.) und Thomas Holzmann (38.) gute Chancen. Zudem scheiterte Davies Sekunden vor der zweiten Sirene aus kurzer Distanz (40.), so dass es mit dem Remis in den dritten Abschnitt ging. 

Roy mit starken Paraden

Dort hatten die Gäste in Person von Thomas Holzmann in Überzahl die große Chance auf die erstmalige Führung, als dieser allein auf Treutle zulief. Holzmann scheiterte allerdings mit einem spektakulären Manöver durch die eigenen Beine am starken Schlussmann der Hausherren (44.).

Auch Matt White fand keinen Weg an Treutle vorbei (46.), aber danach stand erstmal dessen Gegenüber im Mittelpunkt. Roy hielt zunächst gegen Steckel (47.) und packte anschließend gleich drei Weltklasse-Paraden aus. Tom Gilbert (50.), Patrick Reimer (51.) und Petr Pohl (52.) hatten allesamt den Torschrei schon auf den Lippen, aber Roy blieb dank herausragender Reflexe jeweils Sieger.

Und so war es der AEV, der das entscheidende Tor erzielte. Zunächst ließ auch Parkes eine Großchance ungenutzt (52.), aber Hafenrichter machte es besser, als er Treutle mit einem platzierten Handgelenksschuss genau unter die Latte bezwingen konnte (54.).

Köln wartet am Sonntag

Die Ice Tigers warfen anschließend alles nach vorne und hatten bis in die Schlusssekunden noch Gelegenheiten auf den Ausgleich, aber Roy ließ keinen Treffer mehr zu und hielt mit der letzten Parade gegen Steckel (60.) den nicht unverdienten Auswärtsdreier letztlich fest.

Nach dem vierten Erfolg in Folge wollen die Panther die bisher längste Siegesserie der laufenden Saison am Sonntag gegen die Kölner Haie fortführen. Das Eröffnungsbully im Curt-Frenzel-Stadion steigt um 14:00 Uhr.