Augsburger Panther
8. Januar 2017
Sonntag, 16:30
Curt-Frenzel-Stadion
6 : 5
(1:2 / 2:0 / 2:3)
25 Torschüsse 35
8 Strafen 16
EHC Red Bull München

Schiedsrichter

Hauptschiedsrichter: Hoppe, Rohatsch

Linienrichter: Kohlmüller, Kretschmer

Torschützen

1. Drittel:
0:1 (17:32) Jason Jaffray (Yannic Seidenberg)
1:1 (17:51) Steffen Tölzer (Michael Davies, Derek Dinger)
1:2 (18:46) Brooks Macek (Keith Aucoin)

2. Drittel:
2:2 (29:15) Justin Shugg (David Stieler, Mark Cundari)
3:2 (31:54) Gabe Guentzel (Evan Trupp, Michael Davies)

3. Drittek:
4:2 (45:03) Justin Shugg (Derek Dinger, Trevor Parkes)
5:2 (50:07) Ben Hanowski (Mark Cundari, Drew LeBlanc)
5:3 (53:24) Daryl Boyle (Brooks Macek)
5:4 (56:12) Derek Joslin (Keith Aucoin, Deron Quint)

5:5 (57:09) Jason Jaffray (Yannic Seidenberg)

Overtime:
6:5 (64:41) Justin Shugg 

Spielbericht

Die Augsburger Panther haben im dritten Anlauf den ersten Sieg gegen den EHC Red Bull München gefeiert. Matchwinner beim 6:5-Sieg nach Verlängerung vor 6159 Zuschauern im restlos ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion war Justin Shugg mit drei Treffern (30., 46., 65.). Die restlichen Tore für den AEV, der eine 5:2-Führung im Schlussdrittel noch aus der Hand gab, erzielten Steffen Tölzer (18.), Gabe Guentzel (32.) und Ben Hanowski (51.). Für München waren Jason Jaffray (18., 58.), Brooks Macek (19.), Daryl Boyle (54.) und Derek Joslin (57.) erfolgreich.

Kein Abtasten - Chancen auf beiden Seiten


Beide Teams schenkten sich vom Eröffnungsbully weg nichts und drückten das Gaspedal voll durch. Keith Aucoin hatte die erste Chance für die Gäste bereits nach wenigen Sekunden, scheiterte aber an Jonathan Boutin (1.). 

Doch auch die Panther, bei denen Ben Meisner wieder auf die Bank zurückkehrte, waren gefährlich. Alexander Thiel (3.) und vor allem Michael Davies (4.) hatten die Chance auf das 1:0, als sie alleine vor dem Münchner Tor auftauchten, aber an David Leggio scheiterten. 

Das Spiel wogte auch in der Folgezeit hin und her und beide Teams suchten stets den direkten Weg zum Tor. Auf Tore mussten die Zuschauer im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion aber bis zur 18. Minute warten.


Drei Treffer in 76 Sekunden

Zunächst waren die Gäste erfolgreich, als Yannic Seidenberg im Powerplay abzog und Jaffray vor dem Tor unhaltbar abfälschte (18.). Wenige Sekunden zuvor hatte Aucoin im gleichen Überzahlspiel den Puck vor dem leeren Tor nur an den Pfosten gesetzt (17.). 

Lange währte die Freude beim EHC aber ohnehin nicht, denn gerade einmal 19 Sekunden nach dem 0:1 glichen die Panther aus. Vom Bully weg behaupteten die Panther die Scheibe und über Davies kam diese zu Tölzer, der aus dem Hinterhalt trocken abzog und Leggio keine Chance ließ (18.). 

Doch wiederum keine Minute später hatten die Gäste die Führung zurückerobert. In Unterzahl war Macek mit einem platzierten Schuss ins kurze Kreuzeck bei einem Konter erfolgreich (19.).

Nach diesem rasanten und hochklassigen ersten Drittel mussten beide Teams zu Beginn des Mitteldrittels etwas durchschnaufen. München kontrollierte das Geschehen, ohne dabei gefährlich zu sein und Augsburg lauerte auf Chancen, um schnell umzuschalten. 

Doppelschlag des AEV

Da die Gäste aber kaum Fehler begingen, dauerte es bis zum nächsten Augsburger Powerplay, ehe es wieder gefährlich wurde. Mehr noch, denn dem AEV gelang der Ausgleich. Über die rechte Seite kombinierten sich die Hausherren durch und dann traf Shugg aus spitzem Winkel genau ins kurze Kreuzeck zum 2:2 (30.). 

Und die Panther legten nach. Evan Trupp behauptete die Scheibe in der neutralen Zone, steckte auf Guentzel durch, der allein auf Leggio zulief und eiskalt zur erstmaligen Pantherführung einschoss (32.). 

Mit der Führung im Rücken wurden die Panther immer selbstbewusster und waren nun das bessere Team. Zwar blieb auch München immer gefährlich, aber die besseren Chancen hatten die Hausherren. 

Die beste Gelegenheit lenkte Leggio kurz vor der zweiten Pause aber noch an die Latte, als Shugg aus spitzem Winkel den Puck mit der Rückhand aufs Tor brachte (40.). 

Panther ziehen davon

Sein zweiter Treffer war allerdings nur aufgeschoben, denn im dritten Spielabschnitt zielte Shugg noch genauer. Wieder aus spitzem Winkel nagelte der Stürmer den Puck unter die Latte. Leggio war chancenlos, da Trevor Parkes im jegliche Sicht nahm (45.).  

Der Treffer zeigte Wirkung beim Meister. Die Panther gaben nun komplett den Ton an und belohnten sich. Nach scharfer Hereingabe von Drew LeBlanc erzielte Hanowski per Tip-In sogar das 5:2 (51.).

Die Partie schien entschieden, aber München steht nicht durch Zufall an der Tabellenspitze und kam noch einmal ins Spiel zurück. Im Grunde aus dem Nichts verkürzte Boyle mit einem platzierten Handgelenksschuss (54.) und läutete damit den Schlussspurt der Gäste ein.

München warf jetzt alles nach vorne und verkürzte im Powerplay durch Joslin weiter (57.) weiter. Und auch der Ausgleich fiel noch, als Jaffray Boutin per Bauerntrick bezwingen konnte (58.).

München gleicht aus

Mike Stewart nahm seine Auszeit und tatsächlich fanden seine Spieler danach den Vorwärtsgang wieder. Ein Treffer fiel in der regulären Spielzeit aber nicht mehr.

In der Verlängerung hatten beide Teams mehrfach die Chance auf den Zusatzpunkt, aber beide Goalies parierten stark. Dramatisch wurde es in der Schlussminute: Bei einem Konter lief Shugg alleine auf Leggio zu, wurde noch behindert und traf nur den Pfosten (65.). 

Bei angezeigter Strafe setzte Hanowski den Puck noch an die Latte (65.). Wegen des Fouls an Shugg gab es zudem Penalty und diese Chance ließ sich der Kanadier nicht nehmen und zimmerte den Puck 19 Sekunden vor dem Ende unter die Latte (65.).

Shugg entscheidet das Spiel 

Damit feierte der AEV den ersten Heimsieg gegen München seit 2014 und den fünften Ligaerfolg in Folge. Am kommenden Wochenende geht es mit den nächsten anspruchsvollen Aufgaben weiter. 

Am Freitag müssen die Panther zu den Kölner Haien, ehe die Adler Mannheim ihre Visitenkarte am Sonntag im Curt-Frenzel-Stadion abgeben. Nach dem Sieg heute gegen München ist Mannheim die einzige Mannschaft, gegen die der AEV in der laufenden Spielzeit noch nicht gewinnen konnte.