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Augsburger Panther
15. Januar 2017
Sonntag, 16:30
Curt-Frenzel-Stadion
3 : 2
(0:2 / 2:0 / 0:0)
26 Torschüsse 41
27 Strafen 16
Adler Mannheim

Schiedsrichter

Hauptschiedsrichter: Brüggemann, Klein

Linienrichter: Flad, Lajoie

Torschützen

1. Drittel:
0:1 (07:32) Brent Raedeke (Matthias Plachta, Dennis Endras)
0:2 (09:44) David Wolf (Brent Raedeke, Daniel Richmond)

2. Drittel:
1:2 (20:30) Michael Davies (Ben Hanowski, Brady Lamb)
2:2 (26:32) Evan Trupp (Thomas Holzmann, Justin Shugg)

3. Drittel:
Keine Treffer

Overtime:
3:2 (62:21) Drew LeBlanc (Gabe Guentzel, Michael Davies) 

Spielbericht

Die Augsburger Panther haben im dritten Anlauf die Adler Mannheim schlagen können und haben somit gegen jeden Gegner in dieser DEL-Saison mindestens einmal das Eis als Sieger verlassen. Trotz frühem 0:2-Rückstand siegte der AEV vor 5309 Zuschauern mit 3:2 nach Verlängerung. Die Treffer für die Panther erzielten Michael Davies (21.), Evan Trupp (27.) und Drew LeBlanc (63.). Für Mannheim waren Brent Raedeke (8.), David Wolf (10.) erfolgreich.

Boutin wieder dabei

Die Panther mussten im Rekordspiel für Steffen Tölzer - der Kapitän überholte Duanne Moeser als DEL-Rekordspieler bei den Panthern - neben den beiden Langzeitverletzten Adrian Grygiel und T.J. Trevelyan erneut auf David Stieler verzichten, der krankheitsbedingt passen musste. Jonathan Boutin war dagegen wieder dabei und kehrte für Ben Meisner zwischen die Pfosten zurück. 

Und Boutin konnte sich in einer ausgeglichenen Anfangsphase auch nach einem Schuss von Ryan MacMurchy auszeichnen (2.). Doch auch Dennis Endras auf der anderen Seite durfte sein Können früh unter Beweis stellen. Erst wehrte der Ex-Augsburger nach einem Schuss von Brady Lamb ab (3.) und war wenig später auch gegen Ben Hanowski zur Stelle (4.). 

Die Gastgeber waren gegen starke Mannheimer also sofort im Spiel, aber eine unglückliche Aktion bescherte den Adlern einen Vorteil. Trevor Parkes erwischte Sinan Akdag mit dem Schläger im Gesicht und musste vorzeitig zum duschen (7.). 

Mannheim nutzt Powerplay doppelt aus

Und die fünfminütige Überzahl nutzte Mannheim eiskalt aus. Erst war Raedeke nach einem Alleingang mit der Rückhand zum 0:1 erfolgreich (8.) und kurz danach traf Wolf aus dem Slot zum 0:2 (10.). Mit dieser Führung im Rücken kontrollierten die Adler das Spiel und ließen dem AEV kaum Platz, sich zu entfalten. 

Immer wieder ließen die Gäste die Scheibe schnell laufen und kamen zu Chancen. Nach dem ersten Durchgang hatte Mannheim sage und schreibe 23 Schüsse auf das Tor von Boutin abgefeuert. Die 2:0-Führung nach 20 Minuten war daher absolut verdient.

Doch im zweiten Durchgang hielt diese gerade einmal 30 Sekunden. Lamb eroberte die Scheibe im Mannheimer Drittel und ermöglichte damit Hanowski und Davies allein auf Endras zuzulaufen. Hanowski legte quer, Davies zog ab und die Panther waren wieder im Spiel (21.). 

AEV gleicht aus

Auch die Dominanz der Adler aus dem ersten Durchgang war damit Geschichte, denn plötzlich konnte der AEV wieder mithalten und das Spiel offen gestalten. Beide Mannschaften kamen nun zu Chancen, jubeln konnten aber nur die Hausherren. 

Nachdem Gabe Guentzel (26.) auf Augsburger Seite ebenso scheiterte wie Chad Kolarik bei den Adlern (27.), arbeiteten die Panther den Puck zum Ausgleich ins Tor: Thomas Holzmann behauptete die Scheibe stark und brachte sie aufs Tor. 

Endras wehrte ab, aber im Gewühl stocherte Trupp den Puck über die Linie. Die Unparteiischen bemühten zwar noch den Videobeweis, um zu überprüfen, ob es sich um ein Schlittschuhtor handelt, gaben das Tor aber (27.).

Das Spiel stand nun auf Messers Schneide: Beide Mannschaften lieferten sich einen leidenschaftlichen Kampf und die Zuschauer bekamen ein schnelles Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten zu sehen. 

Beide Teams mit Chancen

Treffer fielen im Mitteldrittel aber keine mehr und so ging es mit dem 2:2 in den dritten Spielabschnitt. Dort dominierten zu Beginn eindeutig die Gäste das Geschehen und hatten mehrfach die Chance, erneut in Führung zu gehen. 

Boutin zeigte in dieser Phase aber einige überragende Paraden und hielt den AEV im  Spiel. Vor allem Raedeke (42.), Ryan MacMurchy (43.) und Garrett Festerling (44.) hatten den Torschrei schon auf den Lippen. 

Nach etwa fünf Minuten fanden aber auch die Panther den Vorwärtsgang wieder und kamen durch Mark Cundari (45.) und vor allem LeBlanc (48.) zu guten Chancen.

Beiden Mannschaften war der Siegeswille deutlich anzumerken, aber die taktische Disziplin wurde zu keinem Zeitpunkt vernachlässigt. So wurden die Chancen in der Schlussphase seltener, das Niveau blieb jedoch unverändert hoch und beide Mannschaften nahmen einen verdienten Punkt nach 60 Minuten mit.

LeBlanc sichert Zusatzpunkt

In der Verlängerung waren es dann die Panther, die das Comeback perfekt machten und den Extrapunkt für sich verbuchten. Bei angezeigter Strafe traf LeBlanc mit einem platzierten Handgelenksschuss genau ins Eck und ließ Endras keine Chance (63.).

Für die Panther geht es am kommenden Freitag bei den Krefeld Pinguinen weiter. Am kommenden Sonntag steht dann die vierte und letzte Vorrundenpartie gegen Neuling Fischtown Pinguins auf dem Programm. Dieses Spiel beginnt bereits um 14:00 Uhr.