„Gemeinsam sind wir stark"

16.03.10 - 12:36 Uhr
Pädagogisches Rüstzeug für Kinder- und Jugendtrainer.

LBS unterstützt in Kooperation mit der Stiftung „Bündnis für Kinder. Gegen Gewalt“ Sportprojekt des Deutschen Kinderschutzbundes: Auftakt bei den Augsburger Panthern mit Florian Kettemer.
Von 2009 bis 2011 fördert die LBS Bayern in Zusammenarbeit mit dem „Bündnis für Kinder. Gegen Gewalt“ das Gewaltpräventionsprogramm „Gemeinsam sind wir stark“ des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Bayern (DKSB) mit 200.000 Euro. Das Programm richtet sich an ehrenamtliche Trainer von Kinder- und Jugendsportmannschaften. Dadurch ist der Kinderschutzbund in der Lage, in ganz Bayern Schulungen zur Gewaltprävention anzubieten.

Außerdem erhalten 1000 Sportvereine von der LBS Patenschaften und damit die Kurse für jeweils drei Trainer als „Startpaket“ kostenlos. Gestern wurde das Projekt gemeinsam mit Florian Kettemer von den Augsburger Panthern vorgestellt. Dabei erhielt Michael Gebler, Vorsitzender des AEV, für seinen Verein die erste offizielle Patenschaft für Schwaben.

„Gemeinsam sind wir stark“ wurde vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Bayern entwickelt. „Wir können keine Supertrainer schaffen, aber wir können sensibel machen, damit mehr hingehört und hingesehen wird“, sagt Karin Schöllhorn, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Kreisverband Augsburg, über das Sportprojekt. „Sport ist ein effektives Mittel, um Aggressionen abzubauen. Nur die Stimmung kann auch umschlagen: Gewalt auf dem Spielfeld ist leider keine Seltenheit. Der Umgang mit Konflikten im Mannschaftsgefüge erfordert bei Trainerinnen und Trainern viel Aufmerksamkeit und Sensibilität.“

Für die LBS leisten gerade die ehrenamtlichen Trainer und Betreuer einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. Das betonte auch Dr. Franz Wirnhier, Sprecher der Geschäftsleitung der LBS, als er die Gründe für die Unterstützung des Projekts durch die LBS erklärt: „Ihnen zur Seite zu stehen, sie zu unterstützen, ihnen Hilfestellung bei der Lösung von Konflikten zu bieten, dafür ist das Programm entwickelt worden. Das Konzept hat uns überzeugt. Deshalb helfen wir nun mit, seine Umsetzung in ganz Bayern voranzutreiben.“

Durch die Förderung der LBS mit 200.000 Euro kann das Projekt in ganz Bayern angeboten werden. Zudem erhalten 1000 Vereine jeweils drei Schulungen kostenlos. Die Vergabe der Patenschaften richtet sich nach der Zahl der Sportvereine je Landkreis. 135 sind es für Schwaben, 10 davon für die Stadt und 16 für den Landkreis Augsburg. Weitere Teilnehmer werden zu einem Sonderpreis von 20 Euro geschult.

Angelika Stahl-Kanditt ist eine der erfahrenen Referentinnen von „Gemeinsam sind wir stark“: „Das Programm umfasst zwei Schulungsabende und bietet weitreichende pädagogische Angebote, die dabei helfen, Problemherde zu erkennen und Lösungsstrategien zu entwickeln.“ Gemeinsam mit den Referenten suchen die Kursteilnehmer Antworten auf ihre Fragen aus dem Trainingsalltag: z.B. zur eigenen Position, zu den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder, zur Konflikterkennung und -bewältigung und zum Umgang mit Eltern. „Das Feedback zeigt uns, dass wir den richtigen Weg gehen.“

Das glaubt auch Florian Kettemer, weshalb er sich für das Programm stark macht: „Nicht nur im Eishockey ist es wichtig, präventiv vorzugehen. Die Kraft und die Leidenschaft, auch mal die Aggression der Spieler müssen positiv umgesetzt werden. In der Trainerausbildung wird sehr viel Wert auf das Fachliche gelegt, das Pädagogische kommt oft zu kurz. Doch gerade bei Kindern und Jugendlichen haben die Trainer auch Vorbildfunktion. Schön, dass es jetzt ein maßgeschneidertes Konzept dafür gibt.“

Augsburgs Stadtrat Walter Böhm ist von „Gemeinsam sind wir stark“ überzeugt: „Das Projekt zeigt vorbildlich, wie man den Sport nutzen kann, um Kinder und Eltern zu erreichen und Gewalt frühzeitig zu verhindern. Es ist immens wichtig, das öffentliche Bewusstsein für die Schutzbedürftigkeit von Kindern zu schärfen. Ich danke allen Partnern ganz herzlich: Sie alle tragen zum Schutz unserer Kinder vor Gewalt bei.“

Auch die Stadtsparkasse und die Kreissparkasse Augsburg stehen hinter dem Sportprojekt ihres Verbundpartners LBS. Horst Schönfeld, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse: „Das Engagement der LBS bei ‚Gemeinsam sind wir stark’ spiegelt zwei unserer Fördergebiete wider: Zum einen ist für die Sparkassen soziales Engagement ein Teil ihrer unternehmerischen Identität, denn sie sind selbst aus bürgerschaftlichem Engagement heraus entstanden. Die Sparkassen und ihre Stiftungen beteiligen sich überall in Deutschland an der Finanzierung sozialer Aufgaben. Zugleich unterstützen sie aber auch diejenigen, die anderen Menschen ehrenamtlich helfen, in diesem speziellen Fall Trainer im Jugendsport.

Der Vorstandsvorsitzende der Stadtparkasse, Rolf Settelmeier, drückt dies in Zahlen aus: „Sport ist ein wichtiges Bindeglied der Gesellschaft. Deshalb unterstützt und fördert die Sparkassen-Finanzgruppe den Sport und sorgt für die notwendigen Rahmenbedingungen. Sie ist der größte nichtstaatliche Sportförderer in Deutschland. Ein Großteil der Mittel geht in den Breitensport und kommt vor allem den Sportvereinen zugute. Wir hoffen, dass viele Vereine von diesem Angebot Gebrauch machen“.