Enttäuschung auf der ganzen Linie

01.11.09 - 09:00 Uhr
Nach einer enttäuschenden Vorstellung gegen die Kassel Huskies verlieren die Panther verdientermaßen mit 5:4.
Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die Hessen analysierte Panthercoach Larry Mitchell die vorangegangenen 60 Min. treffend mit "5-7 Min. Eishockey reichen gegen keine Mannschaft in dieser Liga um zu gewinnen".

Die Anfangsphase gehörte mehr oder weniger den Gästen, da die Panther zunächst keine großen Ambitionen zeigten, ihr so gefürchtetes Offensivfeuerwerk abzubrennen. Auch in numerischer Überlegenheit konnten die Panther nicht viel Druck auf das von Adam Hauser gehütete Huskiestor ausüben, die Gäste hingegen wussten hier durchaus zu überzeugen. So war es dann zwar für die Gäste glücklich aber keineswegs unverdient, dass in der 18. Spielminute ein Schuss von Leavitt, von einem Pantherspieler abgefälscht über den Umweg von Dennis Endras´s Fanghand abgefälscht, den Weg ins Panthertor fand.

Auch der zweite Spielabschnitt begann alles andere als verheissungsvoll für die Gastgeber, als Ryan Kraft auf 2:0 für die Hessen erhöhen konnte. Doch das schien jetzt der Startschuss für das Eishockey zu sein, was die Zuschauer im CFS sonst in der Regel von ihrem Team geboten bekommen. Nur 8! Sekunden nach dem Huskiestor gelang Matt Ryan der Anschlusstreffer und die Panther wollten mehr. Binnen nicht einmal 7 Minuten legten sie die 3 Treffer nach. Erst war es Jeff Likens der den Ausgleich markierte, ehe Colin Murphy (29.) und Darin Olver (30.) auf 4:2 erhöhten. Doch das war es dann auch schon wieder mit der Pantherherrlichkeit. Unverständlicherweise überliesen die Panther den Gäste wieder das Spiel und diese bedankten sich 2 Sekunden vor dem Drittelende mit dem 4:3 Anschlusstreffer durch Damon.

Auch in den letzten 20 Minuten ließen die Panther das Spiel schleifen und brachten sich unnötigerweise durch dumme Strafen selbst um die Siegchance.  Josh Soares nutzte im Powerplay (44.) die Chance zum Ausgleich. Die Panther taten sich schwer den Schalter wieder umzulegen, auch weil die Gäste sehr bissig und clever verteidigten. Verdientermaßen gelang den Huskies dann in der 54. der Führungstreffer durch Sleigher der freistehend nicht viel Mühe hatte Dennis Endras zu überwinden.

„Wir haben gut angefangen und standen sehr kompakt. Nach dem 2:0 hatten wir dann einen zehnminütigen Blackout“, so Kassels Trainer Stephane Richer. „Ich bin aber stolz, dass meine Mannschaft dann Charakter gezeigt hat und unbedingt gewinnen wollte. Am Ende waren die drei Punkte verdient.“