18. November 2022
Freitag, 19:30
Curt-Frenzel-Stadion, Augsburg
Augsburger Panther
2 : 1
(0:0 / 1:0 / 1:1)
Bietigheim Steelers
(0:0 / 1:0 / 1:1)
29 Torschüsse 35
6 Strafen 6

Schiedsrichter

Hauptschiedsrichter: Ansons, Hunnius

Linienrichter: Schwenk, Z├╝chner

Torschützen

1. Drittel:
Keine Treffer 

2. Drittel:
1:0 (30:08) Sebastian Wännström (David Stieler, Adam Johnson)

3. Drittel: 
1:1 (41:28) Chris Wilkie (Matt Maione, Chase Berger)
2:1 (51:14) Adam Payerl (Drew LeBlanc, Marcel Barinka) 

Spielbericht

Die Augsburger Panther können in der PENNY DEL doch noch gewinnen. Nach neun Pleiten in Serie gewann der AEV im ersten Spiel nach der Länderspielpause knapp, aber nicht unverdient mit 2:1 gegen die Bietigheim Steelers. Die Treffer im Kellerduell für die Panther erzielten Sebastian Wännström (31.) und Adam Payerl (52.). Für die Steelers war Chris Wilkie erfolgreich (42.). 

Endras wieder im Tor

Personell konnte Headcoach Peter Russell einige Rückkehrer begrüßen. Unter andrem stand Stammgoalie Dennis Endras wieder zwischen den Pfosten. Auch Neuzugang Marcel Barinka war dabei - David Warsofsky, Blaz Gregorc, Vinny Saponari und Matt Puempel fehlten aber weiterhin. 

Doch auch ohne das Quartett fanden die Panther im Kellerduell gut ins Spiel. Die Gastgeber suchten sofort den Weg nach vorne und wollten die frühe Führung. Doch Bietigheim um Goalie Sami Aittokallio überstand die erste Druckphase und suchte dann seinerseits den Weg nach vorne. Die Steelers brachten jede erdenkliche Scheibe schnell zum Tor, aber Endras war immer zur Stelle. 

Barinka verpasst Führung

Mit zunehmender Dauer des ersten Drittels übernahm der AEV dann nach und nach wieder die Spielkontrolle, während die Gäste auf Konter lauerten. Die beste Chance der Partie hatte dann Barinka, als er nach einem Fehler der Steelers allein auf Aittokallio zufuhr, aber nicht am Finnen vorbeikam (18.). Dabei wurde er jedoch auch behindert, so dass die Panther sich erstmals im Powerplay versuchen durften. 

Die Scheibe lief dort phasenweise gut und Adam Johnson hatte auch eine ordentliche Chance aus dem Slot heraus (20.), aber letztlich blieb es beim torlosen Remis nach 20 Minuten. Im zweiten Drittel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild: Augsburg drückte, kämpfte und versuchte alles, um endlich den ersten Treffer des Abends zu markieren. 

Wännström trifft

Wenig verwunderlich war aber, dass es nach neun Niederlagen in Serie am nötigen Selbstvertrauen fehlte und so wurde oft im letzten Moment die falsche Entscheidung getroffen oder ein Schuss ging zu zentral aufs Tor. Durch den konstanten Druck erzwang der AEV aber ein Überzahlspiel und dort klappte es dann tatsächlich. 

Die Gäste konnten nicht klären, Wännström stand plötzlich völlig frei vor Aittokallio und zimmerte den Puck platziert über den Innenpfosten ins Gästetor zur verdienten Führung (31.). Nach dem Treffer spielte auch Bietigheim wieder mehr mit und gestaltete den restlichen Spielabschnitt ausgeglichen. 

Wilkie gleicht aus

Mehr noch: bei zwei Powerplays wäre durchaus der Ausgleich möglich gewesen, aber Endras zeigte bei seinem Comeback eine starke Leistung und sorgte dafür, dass der AEV mit einer Führung ins dritte Drittel gingen. 

Dort war diese aber ganz schnell wieder futsch. Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite entwischte Matt Maione, legte zurück vor das Augsburger Tor und Wilkie stand goldrichtig und traf aus kurzer Distanz zum 1:1 (42.).

Es war ein Treffer, der Wirkung zeigte, denn bei Augsburg lief nun kaum noch etwas zusammen. Erst nach dem letzten Powerbreak wurde es wieder strukturierter im Augsburger Angriff. Und als die Panther ein weiteres Mal in Überzahl randurften, klappte es tatsächlich wieder mit der Führung. 

Payerl schlägt für den AEV zurück

Dieses Mal war es herausragend gespielt und dauerte gerade einmal sechs Sekunden. Nach dem Bullygewinn kam die Scheibe über Barinka und Drew LeBlanc zu Payerl, der im Slot eiskalt versenkte (52.). Kurios: Bereits vor der Hinausstellung von Daniel Weiß hatten die Panther gejubelt, als Samuel Soramies traf, aber da Bietigheim den Puck nach der angezeigten Strafe kurz berührt hatte, war schon abgepfiffen. 

Es sollte aver auch so die Entscheidung sein. Bietigheim nahm zwar frühzeitig Aittokallio vom Eis und hatte auch noch Möglichkeiten, aber Endras hielt den Sieg fest. Dieser hätte in der Schlussphase auch noch ein Tor höher ausfallen können, aber Terry Broadhurst traf beim leeren Tor nur den Pfosten (59.). 

Für den AEV geht es nun am Sonntag um 16:30 Uhr beim EHC Red Bull München weiter. Am kommenden Wochenende geht es bei der Düsseldorfer EG und gegen die Straubing Tigers um Punkte.