Augsburger Panther
28. Februar 2018
Mittwoch, 19:30
Curt-Frenzel-Stadion, Augsburg
5 : 6
(2:2 / 2:4 / 1:0)
37 Torschüsse 21
43 Strafen 38
Fischtown Pinguins

Schiedsrichter

Hauptschiedsrichter: Mark Lemelin, Andre Schrader

Linienrichter: Kilian Hinterdobler, Andreas Hofer

Torschützen

1. Drittel:
0:1 (06:40) Michael Moore (Ross Mauerman, Tomas Pöpperle)
0:2 (07:16) Michael Moore (Ross Mauerman, Jason Bast)
1:2 (08:06) Thomas Holzmann (Drew LeBlanc, Daniel Schmölz)
2:2 (18:47) Gabe Guentzel (Trevor Parkes, Evan Trupp)

2. Drittel:
2:3 (21:56) Jordan Owens (Rylan Schwartz, Bronson Maschmeyer)
2:4 (23:59) Wade Bergman (Jan Urbas, Marian Dejdar)
2:5 (24:41) Kristopher Newbury (Cory Quirk, Jordan Owens)
3:5 (26:10) Simon Sezemsky (Daniel Schmölz, Brady Lamb)
4:5 (31:14) Trevor Parkes (Brady Lamb, Drew LeBlanc)
4:6 (34:43) Jason Bast (Ross Mauerman, Kavin Lavallee)

3. Drittel:
5:6 (48:41) Jaroslav Hafenrichter (Gabe Guentzel, Mark Cundari)

Spielbericht

Die Playoffs der DEL-Saison 2017-18 werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ohne die Augsburger Panther stattfinden. In einem wilden Spiel unterlag der AEV trotz fünf Treffer in Überzahl gegen die Fischtown Pinguins mit 5:6. Die Panther liegen damit als Tabellenzwölfter bei noch sechs zu vergebenden Punkten bereits fünf Zähler hinter dem Zehnten aus Schwenningen. 

Die Augsburger Tore gegen Bremerhaven erzielten Thomas Holzmann (9.), Gabe Guentzel (19.), Simon Sezemsky (27.), Trevor Parkes (32.) und Jaroslav Hafenrichter (49.). Für die Gäste waren Michael Moore (7., 8.), Jordan Owens (22.), Wade Bergman (24.). Kristopher Newbury (25.) und Jason Bast (35.) erfolgreich.

Turbulente Partie

Die Partie begann spektakulär, denn bereits nach sechs Sekunden (!) hatte Jan Urbas die erste gute Chance für die Pinguins, aber Olivier Roy war zur Stelle (1.). Danach übernahmen die Panther die Spielkontrolle und kamen beispielsweise durch Parkes (6., 7.) zu absoluten Topchancen, aber Tomas Pöpperle im Kasten der Gäste zeigte mehrfach seine ganze Klasse. 

Effizienter präsentierten sich die Norddeutschen, die das erste Powerplay sofort durch Moore zum 0:1 nutzten (7.). 36 Sekunden jubelten die Pinguins erneut. Wieder war Moore der Torschütze. Dieses Mal netzte der Angreifer aber in Unterzahl ein, nachdem der AEV den Puck in der eigenen Zone vertändelte (8.). 

Doch die Panther hatten eine Antwort parat und kamen noch im gleichen Powerplay durch ein schönes Tor von Holzmann zurück in die Partie (9.). Danach spielte nur noch der AEV, was aber auch daran lag, dass die Hausherren fast durchgängig mit einem Mann mehr agieren konnten. 

Panther kommen ins Spiel zurück

Es dauerte allerdings bis zur 19. Spielminute, ehe der Ausgleich fiel. Natürlich im Powerplay bediente Parkes den aufgerückten Guentzel, der problemlos einschob. Insgesamt lautete das Schussverhältnis nach den ersten 20 Minuten sage und schreibe 23:8 für den AEV, aber zu Beginn des zweiten Durchgangs hatten beide Mannschaften lediglich zwei Tore auf dem Konto. 

Die zahlreichen ausgelassenen Chancen auf Seiten der Panther sollten sich rächen, denn innerhalb von nicht einmal drei Minuten stellten die Gäste von 2:2 auf 2:5. Erst traf Owens bei numerischer Gleichheit nach einem schönem Anspiel per Tip-In (22.) und dann waren Bergman (24.) und Newbury (25.) in Überzahl erfolgreich. 

Doch Powerplay beherrscht der AEV bekanntlich auch und Sezemsky aus der Distanz (27.) und Parkes (32.) per Abfälscher brachten die Gastgeber wieder auf ein Tor heran. Kurz danach wurde es aber äußerst kurios. 

Kuriose Strafe gegen Parkes

Nach einem regelwidrigen Check von Parkes gegen Nicolas Jensen verschwand der Verteidiger der Gäste sofort in die Kabine. Die Unparteiischen berieten und schickten Parkes für zwei Minuten auf die Strafbank. 

Als dies bis zu Jensen durchgedrungen war, sprintete der Pinguin wutentbrannt zurück aufs Eis und zeigte auf eine blutende Wunde am Kopf. Und tatsächlich revidierten die Schiedsrichter ihre Entscheidung, nahmen die bereits ausgesprochenen zwei Minuten zurück und entschieden auf Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Parkes. 

Während der folgenden fünfminütigen Unterzahl kassierten auch die Gäste eine Strafe und bei vier gegen vier gab es dann den nächsten Aufreger. Nach einem Konter traf Bast zum vermeintlichen 4:6 (35.). 

Die Fernsehbilder zeigten, dass der Gäste-Stürmer die Scheibe nach einer unnatürlichen Bewegung mit dem Schlittschuh erzielte. Dennoch blieben die Unparteiischen bei ihrer Entscheidung auf dem Eis und gaben den Treffer. 

Hafenrichters Treffer reicht nicht

Im Schlussdrittel beruhigte sich das Spiel dann etwas. Die Panther kamen zwar durch Hafenrichter zu ihrem fünften Powerplaytor (49.), aber der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. 

Chancen dazu waren allerdings durchaus vorhanden, aber Pöpperle und seine Vorderleute brachten den Auswärtssieg über die Zeit. 

Für die Panther geht es nun am Freitag bei den Grizzlys Wolfsburg weiter, ehe die Adler Mannheim zwei Tage später zum letzten Hauptrundenspiel zu Gast im Curt-Frenzel-Stadion sind.