Foto: Sport in Augsburg

DaSilva-Gala bei Torfestival des AEV

19.09.14 - 19:35 Uhr

Die Augsburger Panther haben auch ihr drittes Saisonspiel der Saison 2014/2015 gewonnen. Dank eines starken Schlussspurts und eines überragenden Dan DaSilva, der gleich dreifach traf, besiegten die Fuggerstädter die Düsseldorfer EG am Ende verdient mit 7:4. Vor 4842 Zuschauern erzielten neben DaSilva (18., 36., 43.) Mike Connolly (6.),  Adrian Grygiel (48.), Brett Breitkreuz (51.) und Sebastian Uvira (52.) die Treffer für den AEV. Auf Seiten der DEG trafen Rob Collins (12.), Andreas Martinsen (17.), Drew Schiestel (26.) und Alexei Dmitriev (32.).

Panther in Bestbesetzung

Trainer Larry Mitchell konnte wie schon in Ingolstadt aus dem Vollen schöpfen und das Team kam mit viel Dampf aus der Kabine - aber die DEG erwies sich zu Beginn als harte Nuss.

Nach der ersten Pantherchance durch DaSilva (1.), kamen auch die Gäste durch einen eher harmlosen Schuss von Tim Conboy zu einer Gelegenheit (2.). Brenzlig wurde es kurz danach bei einem Konter der Rheinländer, aber Alexander Preibisch konnte den Puck nicht kontrollieren und somit konnte die AEV-Defensive klären (4.).

So fiel der erste Treffer auf der Gegenseite, als die Panther 83 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren durften: Der Puck lief gut durch die eigenen Reihen als T.J.Trevelyan nach genau fünf Minuten Connolly am langen Pfosten sah, querlegte und dieser sich nicht zweimal bitten ließ und zur Führung einnetzte (5.).

Connolly trifft im Powerplay

In der Folgezeit dezimierten sich die Gäste weiter selbst, aber weitere Überzahlsituationen vermochte der AEV trotz teils bester Chancen nicht zu nutzen.

Zu nennen sind beispielsweise Möglichkeiten von Ryan Bayda, der aus kurzer Distanz mit der Rückhand an Bobby Goepfert im Düsseldorfer Tor scheiterte (7.) oder auch DaSilva (8.) bzw. Brady Lamb (9.), die den zweiten Treffer ebenfalls verpassten. Auch bei numerischer Gleichzahl waren die Hausherren nun Chef im Ring, aber genau in dieser Phase traf die DEG:

Nach einem unnötigen Scheibenverlust in der Vorwärtsbewegung im eigenen Drittel legte Daniel Kreutzer auf Collins quer, der trocken abzog und Chris Mason mit dem Handgelenksschuss in den Winkel keine Chance ließ (12.).

DEG dreht die Partie - DaSilva antwortet

Und dieser Treffer zeigte durchaus Wirkung, denn der AEV agierte zerfahren in seinen Aktionen und kam kaum noch zu kontrollierten Abschlüssen. Zwar hatten auch die Düsseldorfer kaum große Torchancen, waren aber das optisch leicht überlegene Team und kamen schließlich zu einer doppelten Überzahl.

Insgesamt 96 Sekunden durften sich die Gäste mit fünf gegen drei versuchen und nutzten dies auch zur erstmaligen Führung. Nach schöner Kombination über Michael Davies und Ken-Andre Olimb traf Martinsen (18.). Und Collins hätte nur Sekunden später erhöhen können, aber Mason hielt den Tipp-In-Versuch stark.

Und so kamen die Panther wieder ins Spiel zurück: Noch in Unterzahl erkämpfte sich DaSilva hinter dem Düsseldorfer Tor gleich gegen mehrere Gästespieler den Puck, zog vor dieses, überwand im zweiten Versuch auch noch Goepfert (18.) und sorgte so für das letzte Highlight des ersten Drittels.

Düsseldorf trifft doppelt

In den ersten Minuten nach Wiederbeginn schnauften beide Teams zunächst durch, ehe Louie Caporusso die große Chance auf das 3:2 hatte, aber noch einmal querlegte, anstatt selbst den Abschluss aus aussichtsreicher Position zu suchen (25.).

Effektiver waren da die Gäste in Person von Schiestel, der von der blauen Linie abzog und an Freund und Feind zur abermaligen DEG-Führung traf (26.). Beinahe im Gegenzug hätten die Augsburger wieder ausgleichen können, aber Brett Breitkreuz vertändelte (27.).

Doch auch die Rheinländer hatten gute Möglichkeiten - so verzog Travis Turnbull bei einer Zwei-auf-Eins-Situation nur denkbar knapp (29.). Und die Gäste blieben am Drücker und belohnten sich für den enormen Aufwand mit dem nächsten Treffer: Die Panther brachten den Puck nicht weg und Dmitriev konnte Mason mit der Rückhand zum verdienten 2:4 überwinden (32.).

DaSilva macht den Hattrick perfekt

Erst jetzt erspielten sich auch die Panther wieder eine Tormöglichkeit, aber nach schnellem Passspiel scheiterte Ivan Ciernik per Rückhand an Goepfert, der stark mit dem Schoner abwehrte (33.).

Die Aktion half dem AEV wieder in die Partie, denn nach einer überstandenen Unterzahlsituation, konnte Augsburg verkürzen: James Bettauer sah DaSilva, der alleine auf Goepfert zulief und diesem mit einer starken Bewegung nicht den Hauch einer Chance ließ (36.). 

Und auch im dritten Spielabschnitt traf DaSilva: Bei doppelter Überzahl zog Andy Reiss ab, Goepfert musste prallen lassen und die Nummer 22 war zur Stelle und staubte ab (43.). 

Grygiel trifft zum 5:4 - Goepfert muss verletzt raus

Und es kam noch besser, denn nach abwechslungsreichen Minuten drehten die Panther die Partie komplett: Bei einem Gegenstoß legte Connolly quer und Grygiel stocherte den Puck über die Linie. Das Schiedsrichtergespann bemühte zwar den Videobeweis, gab den Treffer aber (48.). 

Das Curt-Frenzel-Stadion tobte und wäre beinahe übergekocht, als Bayda den fünften Treffer hätte machen müssen, aber Goepfert konnte mit einer Wahnsinnsparade abwehren (51.). Dabei verletzte sich der Goalie aber und musste durch Lukas Lang ersetzt werden.

Doppelschlag des AEV macht alles klar

Und dieser stand sofort im Mittelpunkt, denn der AEV wollte jetzt mehr und konnte weiter erhöhen: Bei einem Konter legte Uvira auf Breitkreuz quer, der zum 6:4 traf (51.) und nur wenige Sekunden später überwand auch Uvira selbst den neuen Schlussmann der Gäste (52.). Danach war die Partie entschieden und die Panther brachten den Dreier souverän über die Zeit.

Für den AEV geht es am Sonntag mit einem Derby gegen Thomas Sabo Ice Tigers weiter. Das Spiel in Nürnberg beginnt um 16:30 Uhr.