Derbywahnsinn im Curt-Frenzel-Stadion

15.03.10 - 12:10 Uhr
Alle 3 bisherigen Partien gegen die Namensvetter aus Ingolstadt gingen verloren. Am gestrigen Abend war damit Schluss und die Panther aus Augsburg setzten sich in einem spannenden und hochklassigen Spiel am Ende verdient mit 5:3 durch.

Bei all der zuletzt aufkommenden Kritik in/an der DEL, sei die Partie der beiden Panther als Gegenbeispiel genannt. Jubel, Tränen, Tore, Emotionen und Protagonisten die das Wort "Profi" zu Recht tragen.

Vor 4655 Zuschauern begann die Partie für die Panther denkbar schlecht. Gerade 1 Sekunden waren die Panther nach ihrer ersten Unterzahl des Spiels komplett, als St Jacques die Schanzer mit 1:0 in Front brachte (6. Min.). Die Gäste, allen voran die Paradereihe mit Greilinger, Wren und Girard wirbelte die Augsburger Defensive so auf, dass der 2. Treffer nur die logische Konsequenz war (8. Min.). Als der bis dahin überragende Greilinger in der 18. den 3. Treffer für die Donaustädter folgen lies, waren die Aktien der Panther im Keller. Dass den Panthern noch vor dem Pausenpfiff das 3:1 durch Tyler Beechey gelang, war angesichts des Spielverlaufs und der Torschuss-Statistik (8:22) eher glücklich als verdient.

Was auch immer Larry Mitchell in der Pause zu seinen Mannen gesagt haben muss, es verfehlte seine Wirkung in keiner Weise. Wie ausgewechselt kamen seine Schützlinge aus der Kabine und zählbares auf der Anzeigentafel sollte nicht allzu lange auf sich warten. 169 Sekunden benötigte Chris Collins um einen der zahlreichen Abpraller von Pätzold im ERCI-Tor zu verwerten und auf 2:3 zu verkürzen. Die Gäste stellten ab diesem Zeitpunkt fast jegliche Offensivebemühungen ein und die Panther drängten auf den Ausgleich. Dieser war dann dem glänzend aufgelegten Connor James in der 29. Spielminute. Und als selbiger noch vor dem 2. Pausenpfiff die Führung für die Panther erzielte, wurde das CFS zum Tollhaus (36. Min.). Warum sich die Gäste so dermaßen den Schneid abkaufen ließen und eine Partie aus der Hand gaben die sie eigentlich fester nicht halten konnten, bleibt wohl deren Geheimnis.

Den Schlussabschnitt gingen die Hausherren dann etwas ruhiger an und konzentrierten sich darauf, keine Fehler zu machen. Diese Fehler begingen aber die Gäste aus Ingolstadt. Erst lies sich Youngster Daschner zu einem Stockstich hinreißen, der natürlich mit einer Spieldauerstrafe für den Übeltäter geahndet wurde und kurz vor dem Ende fing sich, der in den ersten 20 Minuten so starke Greilinger, eine weitere Strafe ein. Brett Engelhardt bedankte sich dafür mit einem Schuss ins leere Tor, da ERCI-Trainer Greg Thomson zuvor seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Spielers vom Eis nahm. 

Für die Panther geht es bereits morgen Abend gegen die Hamburg Freezers (Anpfiff 19.30 Uhr) um die endgültige Sicherung des Play Off Platzes. 1 Punkt würde bereits genügen, um den 10. Platz zu sichern.