Foto: City-Press

Deutschland verpasst Qualifikation für Olympia 2014 in Sotschi

11.02.13 - 09:31 Uhr

Bietigheim-Bissingen, 10.02.2013 - Das Olympische Eishockeyturnier der Männer in Sotschi 2014 findet ohne deutsche Beteiligung statt. Im entscheidenden Duell setzte sich das Team von Bundestrainer Pat Cortina bei der 2013 IIHF Eishockey Olympia-Qualifikation zwar gegen Österreich nach Verlängerung mit 3:2 (1:0, 0:1, 1:1, 1:0) durch, kassierte dafür aber nur zwei Zähler - ein Pünktchen zu wenig: Nur ein Dreier in regulärer Spielzeit hätte das Sotschi-Ticket perfekt gemacht.

„Wir wissen um die Wichtigkeit des Spiels. Solche Spiele hatten wir schon oft, wir müssen heute einfach Druck auf den Gegner ausüben", hatte ein zuversichtlicher Bundestrainer zuvor die Parole des Tages ausgegeben.

Entsprechend schnell fand Cortinas Team seine taktische Marschroute und zeigte in einer umkämpften Partie körperliche Präsenz. In der Defensive standen die deutschen Farben sicher und ließen auch in Unterzahl keine gute Tormöglichkeit für die Österreicher zu - und wenn doch etwas durchkam stand, Goalie Robert Zepp sicher.

Auf der anderen Seite suchte die deutsche Nationalmannschaft fast zu ungestüm den Abschluss und brachte fast jede Scheibe auf das Tor. In Überzahl belohnte sich das Cortina-Team selbst: Constantin Braun zog von der Blauen Linie ab und Benedikt Kohl fälschte unhaltbar ab.

In der mit 4.517 Zuschauern ausverkauften EgeTrans Arena zog Deutschland sein Spiel auch im zweiten Durchgang konsequent durch. Selbst ein Unterzahlspiel zum Auftakt des zweiten Durchgangs wurde ohne Probleme überstanden und direkt im Anschluss wieder der Vorwärtsgang eingelegt. Über Minuten gelang es, Österreich in der eigenen Endzone einzuschnüren, indes: Im Abschluss fehlte oft die Kaltschnäuzigkeit. Dies sollte sich in der 32. Minute bitter rächen, als Andre Lakos den Spielverlauf mit seinem Schuss von der Blauen Linie zum 1:1-Ausgleich praktisch auf den Kopf stellte.

Nun stand Deutschland, das unbedingt im dritten Durchgang erzielen musste, unter Zugzwang. Entsprechend konzentrierten sich die Rot-Weißen darauf, das Spiel zu zerstören, aber die deutsche Auswahl machte weiter Druck und zwang Österreich, das in der Phase nur wenig entgegen zusetzen hatte, zu Strafen. Im Powerplay hatte schließlich Alexander Barta – Topscorer des Turniers - das Auge für Kapitän Michael Wolf, der aus spitzem Winkel zur Führung traf.

Österreich musste nun wieder etwas für die Offensive tun und Markus Peintner (53.) glich die Partie nach einem Abwehrfehler wieder aus. Zwar warf Deutschland in der Schlussphase alles nach vorn und nahm Robert Zepp zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, aber es reichte nicht mehr zum Sieg nach 60 Minuten. In der folgenden Verlängerung traf Patrick Reimer noch zum 3:2: Zu wenig, um den Zug nach Sotschi noch zu erreichen.

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