Foto: City-Press

Eishockey-Nationalmannschaft: Ehrhoff und Goc verstärken WM-Kader

30.04.13 - 11:33 Uhr

München, 29.04.2013 – Mit den beiden NHL-Stars Christian Ehrhoff und Marcel Goc kann Bundestrainer Pat Cortina die 2013 IIHF Eishockey Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland (3.-19. Mai) in Angriff nehmen.

Das Duo gehört zu einem 25-köpfigen Kader, den Cortina für den Saisonhöhepunkt in Skandinavien benannte. Sowohl Ehrhoff als auch Goc, die bereits während des diesjährigen Lockouts in Nordamerika in der DEL spielten, werden am Donnerstag zur Mannschaft stoßen. Ihr Auftaktspiel bestreitet die Nationalmannschaft am kommenden Freitag in Helsinki gegen Gastgeber Finnland (ab 19.00 Uhr live auf SPORT1).

Christian Ehrhoff und Marcel Goc waren bereits 2003 dabei, als das Team des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) zuletzt eine WM in Helsinki spielte. Für Cortina haben beide Profis Vorbildcharakter: „Sie sind exzellente Eishockeyspieler. Aber genauso wichtig ist ihre Einstellung. Sie leben vor, wie wichtig ihnen das deutsche Eishockey und die Nationalmannschaft ist." Bereits am Dienstag bricht das DEB-Team nach Helsinki auf, wo die Nationalmannschaft die komplette Vorrunde spielen wird.

Mit dabei sind auch sechs WM-Neulinge. Für Danny aus den Birken, Torsten Ankert (beide Kölner Haie), Jens Baxmann (Eisbären Berlin), Benedikt Kohl (Grizzly Adams Wolfsburg), Peter Lindlbauer (THOMAS SABO Ice Tigers) und Marcel Noebels (Adirondack Phantoms/AHL) ist es die erste Weltmeisterschaft im Seniorenbereich. Marcel Noebels ist dabei mit 21 Jahren der Jüngste im Team. Zuletzt gelang ihm mit der U20-Nationalmannschaft der Aufstieg in die Top-Division bei der 2012 IIHF Eishockey U20 Weltmeisterschaft Div. I in Garmisch-Partenkirchen. Vergangenes Wochenende bestritt er in der Schweiz seine ersten beiden Länderspiele und konnte sich auf Anhieb für die WM empfehlen.

Auch für Lindlbauer ist die Nominierung für die Weltmeisterschaft etwas Besonderes. Der 22-jährige stand zu Beginn der Saison noch für die Tölzer Löwen, Kooperationspartner der Thomas Sabo Ice Tigers, in der Oberliga Süd auf dem Eis, ehe er sich durch sehr gute Leistungen im DEL-Team etablieren konnte und sogar für die Nationalmannschaft nominiert wurde. Für Christoph Ullman, den mit 131 Länderspielen erfahrensten Spieler, ist es hingegen schon die neunte Weltmeisterschaft.

Wer letztlich eingesetzt wird, entscheidet sich erst im Laufe der Woche. Maximal können 22+3 Spieler (Spieler+Torhüter) in der Direktorats Sitzung am Donnerstagabend bei der IIHF gemeldet werden, mindestens 15+2. Nachmeldungen sind bis je 2 Stunden vor Spielbeginn möglich.

Modus

Die sechzehn Mannschaften werden in zwei Gruppen à acht Teams eingeteilt. Die vier besten Teams rücken ins Viertelfinale vor. Die Viertelfinals werden innerhalb der Gruppen ohne Ortswechsel gespielt. Der Erstplatzierte spielt gegen den Viertplatzierten, der Zweite gegen den Dritten. Die Gewinner kommen ins Halbfinale weiter. Die beiden Halbfinalbegegnungen sowie das Finale werden in Stockholm gespielt. Im ersten Halbfinale trifft der Sieger aus dem Spiel 1H-4H auf den Sieger des Spiels 2S-3S, im Zweiten Spiel der Sieger aus 1S-4S auf den Sieger aus 2H-3H. Die beiden Gewinner spiele das Finale, die Verlieren das Spiel um die Bronzemedaille.

Relegation

Die jeweils Gruppenletzten steigen ab. Sollte der Gastgeber der 2014 IIHF Eishockey Weltmeisterschaft Weißrussland letzter der Gruppe in Stockholm werden, so steigt das im Vergleich schlechteste siebtplatzierte Team ab.

 

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