Foto: Sport in Augsburg

Trotz toller Moral: AEV verliert gegen Frankfurt

28.12.22 - 22:00 Uhr

Die Augsburger Panther haben das erste Kräftemessen mit den Löwen Frankfurt seit über zwölf Jahren in der PENNY DEL verloren. Nach einem katastrophalen ersten Drittel zeigte der AEV tolle Moral und holte einen 0:3-Rückstand auf, unterlag aber am Ende mit 3:6. Die Augsburger Treffer erzielten Drew LeBlanc (20. 41.) und Sebastian Wännström (37.). Für die Gäste aus Hessen waren Ryan Olsen, Davis Vandane (je 7.), Carter Rowney (10., 44.), Jerry D'Amigo (43.) und Dominik Bokk (59.).

Endras im Tor - Framkfurt dominiert

Personell konnte Headcoach Kai Suikkanen im Tor wieder auf Dennis Endras zurückgreifen. Adam Johnson fehlte dagegen nach wie vor krank. Zudem rückte Michael Clarke für T.J. Trevelyan ins Lineup, John Rogl und Blaz Gregorc waren ebenfalls überzählig.

Das Trio sah von der Tribüne aus ein ganz miserables Drittel der Panther. Frankfurt war von Beginn an besser und machte kräftig Druck. Rylan Schwartz vergab in der vierten Spielminute den ersten Hochkaräter der Gäste, aber wenig später war es geschehen, als Olsen aus ganz spitzem Winkel irgendwie eine Lücke an Endras vorbei fand und das 0:1 erzielte (7.). Nur 21 Sekunden (!) später der nächste Treffer für die Löwen: Dieses Mal traf Vandane mit einem Schuss aus der Distanz (7.).

Früher 0:3-Rückstand

Mit der 2:0-Führung im Rücken bestimmte Frankfurt das Geschehen weiter nach Belieben. In Überzahl traf Brendan Ranford nur den Innenpfisten (10.), aber kurz nach Ablauf der Strafe fiel das 0:3 doch noch, als Rowney viel zu viel Platz hatte und problemlos einschießen konnte (10.).

Auch danach spielten fast nur die Gäste, auch wenn der AEV nach dem Powerbreak immerhin zu Entlastungsangriffen kam. Wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Umso überraschender, dass die Panther mit der Pausensirene aus dem Nichts zum Anschlusstreffer kamen. LeBlanc traf im Nachschuss (20.). Die Unparteiischen prüften zwar noch, ob die Zeit nicht schon abgelaufen war, bestätigten den Treffer aber nach Videostudium.   

Panther werden besser

Dieses Tor gab den Panthern aber sichtlich Auftrieb, denn die Gastgeber kamen wie verwandelt aus der Kabine und agierten auf Augenhöhe. Frankfurt blieb zwar auch stets gefährlich, aber den Panthern war nun deutlich anzumerken, dass man das Spiel noch nicht aufgegeben hatte.

Plötzlich war auch Jake Hildebrand gefordert. Er zeigte seine Klasse aber in einigen Szenen - so parierte Frankfurts Goalie vor allem bei einer Dreifachchance von Terry Braodhurst, Matt Puempel und David Warsofsky (je 33.) herausragend. Kurz danach traf Justin Volek zudem nur die Latte (35.).

Doch in der 37. Minute konnten die Panther doch jubeln. Ryan Kuffner erkämpfte sich die Scheibe und über David Stieler kam der Puck zu Wännström, der wieder für Spannung sorgte. Auch das ausverkaufte Curt-Frenzel-Stadion stand nun wie eine Eins hinter dem Team. Erst recht, als Frankfurts Olsen nur elf Sekunden (!) nach dem 2:3 aufgrund eines üblen Bandenchecks gegen Niklas Länger eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte. 

Jubel über LeBlanc-Ausgleich währt nur Sekunden

Und tatsächlich nutzte der AEV die fünfminütige Überzahl, um zum Ausgleich zu kommen: 49 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Lelanc nach perfektem Anspiel von Broadhurst seinen zweiten Treffer des Abends markierte (41.).

Doch die Freude währte nur kurz, denn Frankfurt schlug gerade einmal 76 Sekunden später eiskalt zurück. Die Panther konnten sich nicht befreien und D'Amigo hatte dann im Slot zu viel Platz und wenig Probleme zum 3:4 einzunetzen (44.). Und es kam noch schlimmer, denn wenige Minuten danach stocherte Rowney den Puck sogar zum 3:5 über die Linie (44.). 

Die Panther gaben sich nach dem Doppelschlag nicht auf und drängten auf den erneuten Anschlusstreffer, aber Frankfurt verteidigte den Vorsprung clever und Bokk beseitigte mit seinem Treffer ins leere Tor kurz vor Schluss auch die letzten Zweifel (59.). 

Für den AEV geht es nun auswärts weiter. Erst am Freitag beim letzten Spiel des Jahres beim ERC Ingolstadt und dann am kommenden Montag bei den Wolfsburg Grizzlys.