Foto: Sportberichte | Adrian Goldberg
AEV vs. SWW

4:0, 5:5, 7:6! AEV gewinnt irres Spektakel gegen Wild Wings

02.01.26 - 22:44 Uhr

Die Augsburger Panther können doch noch im Curt-Frenzel-Stadion gewinnen. Nach acht Heimniederlagen in Serie entschied der AEV ein unfassbares Achterbahnspiel gegen die Schwenninger Wild Wings mit 7:6 für sich, nachdem man zwischenzeitlich eine 4:0-Führung verspielte.

Die Treffer für die Panther erzielten Anthony Louis (5., 49.), Alexandre Grenier (6.), T.J. Trevelyan (7.), Thomas Schemitsch (11.) und Alexander Blank (31., 50.). Für die Wild Wings waren Jordan Szwarz (28.), Alex Trivellato (30.), Alexander Karachun (35.), Tylor Spink (37.), Felix Maegaard Scheel (37.) und Phil Hungerecker (60.) erfolgreich. 

KEINE VERÄNDERUNGEN

Wenn in einem Eishockeyspiel 13 Treffer fallen und elf davon auf das eine Tor erzielt werden und nur zwei auf das andere ist klar, dass es eine absolut wilde Achterbahnfahrt war. So auch der Fall im ersten Spiel der der Panther im Jahr 2026 in der PENNY DEL gegen Schwenningen. Doch der Reihe nach: 

Personell gab es keine Veränderungen beim AEV. Topscorer D.J. Busdeker fehlte weiterhin, ansonsten setzte Headcoach Bill Peters auf die gleiche Formation wie im Derby in München. Im Tor stand somit wieder Michael Garteig und dieser konnte zu Beginn von hinten zusehen, wie die Panther seinem Gegenüber Joacim Eriksson gleich vier Tore einschenkten. 

AEV TRIFFT VIER MAL IM ERSTEN DRITTEL

Den Anfang machte Louis, der an die Scheibe kam, alleine auf den Schwenninger Goalie zulief und diese Chance eiskalt verwertete, obwohl er noch behindert wurde (5.). 54 Sekunden später das 2:0! Dieses Mal legte Louis auf für Grenier, der sich die Scheibe rechts am Gegenspieler vorbeilegte und direkt gegen die Laufrichtung abzog und Eriksson das Nachsahen gab (6.).

Der Torschütze war noch nicht einmal vom Stadionsprecher durchgesagt, als die Panther erneut jubelten. Dieses Mal dauerte es nur 33 Sekunden. Trevelyan setzte sich nach einem langen Pass über die linke Seite durch, zog vors Tor, umspielte Schwenningens Torhüter und schob ein (7.). 

Die Wild Wings suchten nach einem Weg zurück ins Spiel und prüften Garteig, aber die Tore fielen weiter nur auf der anderen Seite. Blank spielte Schemitsch mit einem überragenden Querpass durch die Schwenninger Zone frei und der aufgerückte Verteidiger traf zum 4:0 (11.). Damit endete auch Erikssons Abend und Michael Bitzer rückte zwischen die Pfosten. Wirklich viel zu tun bekam er aber nicht, denn die Gäste machten Druck und wollten ihr erstes Tor. 

WILD WINGS KOMMEN ZURÜCK

Am Ende des ersten Drittels hatten die Wild Wings sogar Schüsse mehr abgegeben als der AEV, aber es blieb bei der Vier-Tore-Führung der Hausherren nach 20 Minuten. Doch im zweiten Drittel ging es mit offensiven Gästen weiter.

Garteig parierte weiter stark, wurde dann jedoch von Szwarz auf dem falschen Fuß erwischt (28.). Kurz danach kassierten die Panther zudem einen absurden Shorthander. Die Gastgeber brachten die Scheibe in eigener Überzahl nicht aus dem Drittel und Trivellato verkürzte auf 4:2 (30.). 

Zwar antworteten die Panther noch im gleichen Powerplay und zogen durch einen Direktschuss von Blank wieder auf drei Treffer davon (31.), aber die Spielkontrolle hatte der AEV längst verloren. So war es auch nicht überraschend, dass die Gäste ein eigenes Überzahlspiel nutzten, um erneut heranzukommen. Karachun hatte direkt vor Garteig viel zu viel Platz und traf sehenswert per Direktabnahme aus der Luft (35.). 

AUSGLEICH NOCH IM ZWEITEN DURCHGANG

Doch dabei blieb es nicht, denn Schwenningen kam in der 37. Minute innerhalb von 39 Sekunden sogar zum Ausgleich. Zwei Mal prallte der Puck dabei von der Bande hinter dem Tor wieder vor Garteig und Spink und kurz danach Scheel stellten die Partie wieder auf Null. Und es hätte sogar noch schlimmer kommen können, aber der AEV hatte Glück, dass Karachun wenig später nur den Pfosten traf (38.).

Letztlich retteten sich die Panther aber ins Schlussdrittel, das Garteig aber von der Bank auf verfolgte, denn auch Augsburg nahm einen Torhüterwechsel vor und Peyton Jones rückte zwischen die Pfosten. Viel zu tun hatten beide Goalie zu Beginn des Durchgangs aber nicht, da sowohl die Panther wie auch die Wild Wings nun bemüht waren, keine Fehler zu machen. 

DOPPELSCHLAG ENTSCHEIDET PARTIE

Der AEV hatte dann in Überzahl wieder erste Möglichkeiten und entschied kurz danach mit einem weiteren Doppelschlag letztlich die Partie. Louis brachte die Panther wieder in Führung, als er nach Doppelpass mit Grenier ins leere Tor traf (49.) und Blank stellte 47 Sekunden danach bei einem Konter frei vor Bitzer auf 7:5 (50.). Der Pass kam zum dritten Mal an diesem Abend von Louis, der damit an fünf Toren beteiligt war. 

Schwenningen versuchte anschließend nochmal alles, nahm den Goalie auch über drei Minuten vor dem Ende schon vom Eis, aber der abermalige Anschlusstreffer von Hungerecker kam letztlich zu spät (60.).