AEV verliert Krimi in Nürnberg

18.12.15 - 22:06 Uhr

Die Augsburger Panther können die Niederlagenserie in der DEL derzeit nicht stoppen. Bei den Thomas Sabo Ice Tigers verließ der AEV bereits zum fünften Mal in Folge als Verlierer das Eis. Am Ende unterlagen die Panther mit 4:6. Die Augsburger Treffer markierten Alexander Thiel (23.), Bretton Stamler (45.), T.J. Trevelyan (50.) und Thomas Holzmann (60.). Für die Franken waren Leonhard Pföderl (3., 56.), Steven Reinprecht (30.), Patrick Reimer (57.), Kurtis Foster (57.) und Marius Möchel (60.) erfolgreich.

Ice Tigers treffen früh

Die Partie begann dabei denkbar schlecht. Nach nur 82 Sekunden musste der AEV in Unterzahl agieren und genau eine Minute später gingen die Hausherren in Führung. Nach Zuspiel von Reinprecht war Pföderl per Flachschuss erfolgreich (3.).

Die Unparteiischen bemühten zwar den Treffer, zum zu überprüfen, ob Dany Heatley nicht im Torraum stand, gaben das Tor aber. Bereits zuvor hätten die Ice Tigers treffen können, aber Sasa Martinovic setzte den Puck nur an den Pfosten (2.).

Nach dem Rückstand versuchten auch die Panther Akzente in der Offensive zu setzen, aber die Negativserie war den Mannen von Trainer Mike Stewart anzumerken.

Panther tun sich schwer

So hatten die Panther, die weiter ohne Drew LeBlanc auskommen mussten, im ersten Spielabschnitt kaum nennenswerte Chancen und konnten sich bei Jeff Deslauriers bedanken, dass es nur mit 0:1 in die erste Pause ging.

Der Augsburger Goalie parierte vor allem gegen Reinprecht (17.) und David Steckel (19.) herausragend. Im Mitteldrittel bekamen die Zuschauer dann jedoch ein völlig anderes Spiel zu sehen, denn plötzlich waren die Panther am Drücker und gleichen durch den ersten Saisontreffer von Thiel auch aus (23.).

Thiel trifft erstmals

Zuvor hatte Adrian Grygiel den Puck von hinter dem Tor vor dieses gebracht und Matt MacKay war an Tyler Beskorowany gescheitert, aber Thiel war zur Stelle. Und weitere Treffer waren möglich: Ben Hanowski (24.), Jon Matsumoto (25.) oder auch Ivan Ciernik (28.) vergaben zum Teil beste Möglichkeiten.

Mitten in diese Drangperiode waren es dann die Hausherren, die zum zweiten Mal in Front gingen: Nach schönem Zuspiel von Martinovic bezwang Reinprecht Deslauriers per Beinschuss (30.). In der Folgezeit hätten die Panther den erneuten Ausgleich erzielen können, ließen aber zwei Powerplaysituationen ungenutzt.

Stamler gleicht erneut aus 

Die besten Möglichekeiten in dieser Phase vergaben Derek Dinger (32.), Brady Lamb (36.) und Matsumoto (37.), so dass es mit 1:2 ins dritte Drittel ging.

Dort hatte abermals Matsumoto den Ausgleich auf dem Schläger, aber Beskorowany blieb Sieger (41.). Wenig später war es aber soweit: Thomas Holzmann zog ab und Stamler verwertete den Abpraller zum 2:2 (45.). Und es kam noch besser, denn keine fünf Minuten legten die Panther in Überzahl nach:

Trevelyan zog schön vors Tor und schloss mit der Rückhand zur erstmaligen Pantherführung ab (50.). Auch bei diesem Treffer bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis, hatten aber nichts zu beanstanden.

Ice Tigers treffen dreimal in Überzahl

Doch diese Führung hielt nicht lange, denn nachdem Evan Oberg nach hohen Stocks vorzeitig zum duschen musste und auch Lamb für zwei Minuten auf die Strafbank mussten, durften die Gastgeber mit zwei Mann mehr agieren und ließen sich diese Chance nicht nehmen.

Nach schöner Puckzirkulation musste Pföderl nur noch einschieben (56.). Und kurz danach machten die Ice Tigers bei normaler Überzahl innerhalb von 27 Sekunden alles klar. Erst traf trifft Reimer zum 4:3 und anschließend erhöhte Foster und entschied somit das Spiel (je 57.).

Torreiches Schlussdrittel

Möchel traf zwar in der Schlussminute noch ins leere Panthertor (60.), aber dieses Tor hatte auf den Spielausgang ebensowenig Auswirkung wie der Treffer von Holzmann zum 6:4-Endstand 13 Sekunden vor dem Ende (60.).

Die Panther haben nun am Sonntag im "Spiel der Herzen" - dem letzten Heimspiel vor Weihnachten - gegen die Adler Mannheim die nächste Chance auf Punkte. Das Eröffnungsbully steigt um 16:30 Uhr.