Foto: Sport in Augsburg

AEV verspielt Sieg gegen Köln

31.01.16 - 17:14 Uhr

Die Augsburger Panther haben eine Drei-Tore-Führung im letzten Durchgang gegen die Kölner Haie noch aus der Hand gegeben und mussten beim 4:5 nach Penaltyschießen die vierte Niederlage in Folge hinnehmen. Nach Treffern von Thomas Holzmann (27., 41.), Mike Iggulden (33.) und Ivan Ciernik (37.) führte der AEV bereits mit 4:1. aber die Haie kamen durch Shawn Lalonde (45.), Alexander Weiß (50.) und Philip Gogulla (59.) noch zum Ausgleich. Die zwischenzeitliche Gästeführung vor ausverkaufter Kulisse von 6139 Zuschauern besorgte Ryan Jones (24.), den Extrapunkt für die Rheinländer sicherte Gogulla (65.). 

Köln zu Beginn besser

Für beide Teams stand viel auf dem viel auf dem Spiel und vor allem den Panthern merkte man eine gewisse Nervosität zu Beginn auch an. Die Haie, die wie der AEV vor der Partie 58 Punkte auf dem Konto hatten, aber in der Tabelle vor den Panthern lagen, fanden besser ins Spiel.

Begünstigt auch durch ein Powerplay beherrschten die Rheinländer die ersten acht Minuten und hatten durch Philip Gogulla (4.) und vor allem durch Dragan Umicevic, der alleine vor Jeff Deslauriers auftauchte (6.) auch gute Möglichkeiten.

Doch Deslauriers, der für Meisner zwischen die Pfosten rückte, war aufmerksam und konnte parieren. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Panther dann besser ins Spiel und übernahmen die Kontrolle. Die Hausherren verteidigten nun höher und kamen somit auch zu Möglichkeiten.

AEV steigert sich - Hanowski an die Latte

Die beste konnte Ivan Ciernik aber nicht nutzen, als bei einem Alleingang in letzter Sekunde noch am Torabschluss gehindert wurde (15.). In der Schlussphase des ersten Drittels hatten die Panther dann in Überzahl zweimal die Möglichkeit auf den ersten Treffer.

Im ersten Powerplay schoss Mike Iggulden aber aus kurzer Distanz knapp neben das Tor von Gustaf Wesslau (16.) und der Kölner Goalie parierte stark gegen Ciernik.

Im zweiten Überzahlspiel hatten dann Evan Oberg (19.), erneut Ciernik (20.) beste Chancen und Ben Hanowski traf sogar die Latte (20.). Eine Führung der Hausherren wäre somit verdient gewesen, aber es ging mit dem torlosen Remis in die erste Pause. 

Jones bringt Haie in Führung - Holzmann antwortet

Auch zu Beginn des Mitteldrittels waren die Panther das bessere Team, aber das erste Tor erzielten die Gäste. In Unterzahl blockten die Panther einen Schuss, der Puck blieb vor dem Tor liegen und Jones schaltete am schnellsten und traf zum 0:1 (24.).

Doch der AEV antwortete sofort - ebenfalls in Überzahl lief die Scheibe gut, Drew LeBlanc spielte Holzmann gut frei und dieser zog sofort ab und überwand Wesslau zum Ausgleich (27.). 

Im Anschluss verflachte die Partie etwas - einzig Johannes Salmonsson hatte nach einem Fehler in der Augsburger Hintermannschaft eine gute Gelegenheit (29.), scheiterte aber am erneut aufmerksamen Deslauriers.

Iggulden und Ciernik treffen zur AEV-Führung

Und so waren es die Panther, die erstmals in Führung gingen. Nach einem starken Antritt zog Iggulden auf und davon und schloss eiskalt in den linken oberen Torwinkel ab (33.). Ciernik hätte Sekunden später sogar noch erhöhen können, scheiterte aber an Wesslau (34.).

Auch Oberg verpasste in Überzahl den dritten Treffer. Bei seinem Schuss war Wesslau schon geschlagen, hatte aber Glück, dass dieser knapp daneben ging (36.). Auf der Gegenseite hatte Gogulla in Unterzahl die Riesenchance auf den Ausgleich, fand aber seinen Meister einmal mehr in Deslauriers (37.).

Besser machten es die Panther: Immer noch in Überzahl bediente Hanowski Ciernik, der aus kurzer Distanz nur noch den Schläger hinhalten musste (37.).  

Gogulla an den Pfosten - Holzmann zum 4:1

Doch die Haie ließen sich nicht entmutigen und drückten kurz vor Drittelende noch einmal aufs Tempo. Gogulla hatte dabei eine hunterprozentige Möglichkeit.

Er umspielte Deslauriers und hatte das leere Tor vor sich, setzte den Puck dann aber aus kurzer Entfernung an den Pfosten (39.). Zudem scheiterte Daniel Syvret in aussichtsreicher Position (40.). 

So ging es mit einer Zwei-Tore-Führung in den dritten Durchgang und dort konnte der AEV prompt weiter erhöhen: Nur 11 Sekunden nach Wiederbeginn netzte Holzmann nach Zusammenspiel mit LeBlanc und Iggulden zum zweiten Mal an diesem Nachmittag ein (41.).

Doch dieses Mal waren es die Haie, die postwendend antworten konnten. In doppelter Überzahl zog Lalonde ab und verkürzte auf 4:2 (45.).

Köln belohnt sich und gleicht noch aus

Und die Gäste drückten weiter. Nachdem Holzmann per Bauerntrickversuch bei einem Konter die vermeintliche Entscheidung verpasste (48.), traf Weiß für Köln zum 4:3 (50.).

Köln hatte nun deutlich Oberwasser und im Powerplay hatten die Panther Glück, dass Lalonde nur den Pfosten traf (57.). Die Panther überstanden diese kritische Situation zwar, aber der Ausgleich fiel dennoch, als Gogulla einen schnell vorgetragenen Angriff eiskalt und unhaltbar zum 4:4 ins Netz donnerte (59.). 

Köln holt sich den Extrapunkt

Somit ging es in die Verlängerung, wo Daniel Weiß alleine vor Wesslau die Chance auf den Siegtreffer hatte, aber Kölner Goalie hielt herausragend mit Fanghand (62.) und war danach auch gegen Mark Mancari stark mit der Schulter zur Stelle (63.).

Auch einen von LeBlanc stark abgefälschten Schuss von Brady Lamb konnte Wesslau irgendwie noch von der Linie kratzen, so dass das Penaltyschießen über den Extrapunkt entscheiden musste.

Diesen sicherten sich die Haie: Wesslau parierte gegen LeBlanc und Jamie Bettauer schoss neben das Tor, während Gogulla und Patrick Hager ihre Penalties verwandelten.

Für die Panther geht es am kommenden Freitag gegen die Thomas Sabo Ice Tigers weiter, ehe man zwei Tage später bei den Adler Mannheim antreten muss.

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