DEL führt Werbe-Pausen ein

03.09.12 - 15:23 Uhr

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) führt ab der neuen Saison im laufenden Spielbetrieb Werbe-Unterbrechungen ein. Demnach wird es künftig in der ab 14. September startenden neuen Spielzeit pro Drittel ein 90sekündiges sogenanntes Power-Break geben. Dies wurde von den Gesellschaftern der 14 DEL-Clubs mehrheitlich beschlossen.

„Ich halte die Unterbrechungen gleich in zweierlei Hinsicht für eine Chance. Zunächst einmal bin ich davon überzeugt, dass die Liga sportlich noch attraktiver wird, weil nämlich die ersten Reihen der Teams öfter auf dem Eis stehen und die Fans ihre Stars somit auch öfter in Aktion sehen. Zum zweiten sind die Power Breaks ein attraktives Vermarktungs-Tool für die Clubs, die in dieser Zeit eine zusätzliche und sehr aufmerksamkeitsstarke Fläche für ihre Sponsoren erhalten", erklärte Michael Pfad, Geschäftsführer der Hamburg Freezers und Mitglied der DEL-Medien-/Marketing-Kommission.

 

Nachdem der DEL-Medien-Partner ServusTV die Power Breaks bei allen Live-Spielen durchführen wird, hat sich die DEL entschlossen, die Power Breaks auch ligaweit einzuführen. Michael Pfad: „Dies ist uns auch im Sinne der Vereinheitlichung des Spielbetriebs wichtig." Power Breaks gehören in fast allen europäischen Ligen sowie bei internationalen Wettbewerben wie der Weltmeisterschaft zum Standard.

 

Das Power Break findet demnach statt, wenn die Spielzeit in dem jeweiligen Drittel auf 12:00 Minuten heruntergelaufen ist und das Spiel unterbrochen wird. Es wird aber nur dann eingelegt, wenn beide Teams dieselbe Anzahl an Spielern auf dem Eis haben.

 

Interview mit Michael Pfad, Mitglied der Medien-/Marketingkommission der DEL:

Ab der kommenden Saison wird es in der DEL ligaweit Werbe-Unterbrechungen im laufenden Spielbetrieb geben. Freezers-Geschäftsführer Michael Pfad, zugleich Mitglied der Medien-/Marketingkommission der DEL, erklärt, warum.

Herr Pfad, ab der der kommenden Saison führt die DEL im laufenden Spielbetrieb sogenannte Power Breaks, Werbe-Pausen also, ein. Was halten Sie davon?

Michael Pfad: Zunächst einmal muss man sagen, dass diese Unterbrechungen in fast allen europäischen Ligen sowie bei Weltmeisterschaften bereits seit langem Standard sind. Nur in der DEL hat es sie bis dato nicht gegeben. Für mich persönlich sind die Power Breaks eine Chance.

Warum startet die DEL dann jetzt damit?

Michael Pfad: Das ist auch der Preis für die Empfangbarkeit der DEL im freien Fernsehen. Unser neuer TV-Partner muss die Summen, die er in das Eishockey investiert schließlich auch refinanzieren. Dafür sind Werbe-Einblendungen ein probates Mittel.

Sie sprachen in Zusammenhang mit den Power Breaks von „Chance“.  Wie ist das zu verstehen?

Michael Pfad: Ich halte die Unterbrechungen gleich in zweierlei Hinsicht für eine Chance. Zunächst einmal bin ich davon überzeugt, dass die Liga sportlich noch attraktiver wird, weil nämlich die ersten Reihen der Teams öfter auf dem Eis stehen und die Fans ihre Stars somit auch öfter in Aktion sehen. Zum zweiten sind die Power Breaks ein attraktives Vermarktungs-Tool für die Clubs, die in dieser Zeit eine zusätzliche und sehr aufmerksamkeitsstarke Fläche für ihre Sponsoren erhalten.

Glauben Sie nicht, dass durch die Power Breaks eine Grenze in Sachen Vermarktung überschritten wird?

Michael Pfad: Nein keinesfalls. Nochmals: In vielen Ligen Europas sind die Power Breaks fester Bestandteil des Spielbetriebs und werden von den Fans auch akzeptiert. Da nun ServusTV die Power Breaks – wie in Österreich auch – in den Live-Spielen einführt, haben wir mehrheitlich beschlossen, dies auch ligaweit so zu halten.

Wäre das nötig? 

Michael Pfad: Ja! Allein im Sinne der Vereinheitlichung des DEL-Spielbetriebs. Es wäre für die Fans nur schwer nachvollziehbar, wenn wir in einigen Partien die Power Breaks hätten in den anderen nicht. Außerdem zeigt uns das Beispiel der tschechischen Liga, wo die einige Clubs gerade mit dieser Zeit die höchsten Vermarktungs-Erlöse erzielen, dass hier eine Menge an zusätzlichem Potenzial in Sachen Vermarktung für die Club steckt.