Derby unter umgekehrten Vorzeichen

11.12.15 - 11:50 Uhr

Unter umgekehrten Vorzeichen empfangen die Augsburger Panther heute den ERC Ingolstadt im Curt-Frenzel-Stadion. Während die Panther bislang sehr erfolgreich unterwegs sind, läuft es für die Ingolstädter nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft in der Vorsaison noch ganz und gar nicht rund.

Die Formkurve

Nach dem 18. Spieltag lagen die Schanzer mit lediglich 17 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und so war es wenig verwunderlich, dass die im Profisport in einer solchen Situation gängigen Mechanismen griffen und Coach Manny Viveiros, der erst vor der Saison vom Co- zum Cheftrainer befördert worden war, seinen Hut nehmen musste. Neuer Mann hinter der Ingolstädter Bande ist nun Kurt Kleinendorst. Seine Bilanz fällt bislang eher gemischt aus. Zwei Siegen gegen Straubing und München stehen zwei Niederlagen gegen Berlin und – am letzten Sonntag – Düsseldorf gegenüber. Immerhin hat der ERC die rote Laterne mittlerweile an Krefeld weitergereicht.

Das Duell

Im letzten Aufeinandertreffen am 2. Spieltag gingen die Panther zwar mit 1:0 in Führung, mussten sich schließlich dennoch knapp mit 2:3 geschlagen geben. Den Siegtreffer für Ingolstadt erzielte Martin Davidek. Im heimischen Stadion sieht es für den AEV aber gar nicht schlecht aus. Zwar ging auch hier die letzte Partie im Januar dieses Jahres knapp verloren (6:7), in den vier Spielen davor gingen am Ende aber jeweils die Augsburger als Derbysieger vom Eis.

Die Topspieler

Thomas Greilinger, wer sonst? Der 34-Jährige ist nicht nur – neben seinem Sturmkollegen Peter Taticek – Topscorer der Schanzer, sondern auch unter den besten zehn Punktesammlern der Liga zu finden. Mit bereits neun erzielten Powerplay-Toren stellt er sogar den DEL-Spitzenwert. Bester Neuzugang des ERC ist eindeutig Patrick McNeill. Der Verteidiger überzeugt nicht nur durch gute erste Pässe und viel Überblick im Powerplay, sondern punktet auch fleißig: Fünf Tore und 16 Vorlagen stehen auf seinem Konto. Kein anderer Verteidiger in der Liga hat mehr Punkte erzielt. Brian Salcido hinterließ mit sechs Punkten in den ersten sechs Spielen nach seinem Achillessehnenriss einen starken Eindruck. Viele andere Leistungsträger konnten in dieser Saison bislang aber noch nicht überzeugen. Insbesondere die Neuverpflichtungen Thomas Kubalik, Danny Irmen und Brian Lebler blieben bis dato hinter den Erwartungen zurück.

Der Trainer

Kurt Kleinendorst, der US-Amerikaner mit deutsch klingendem Namen, stand bereits einmal in den Diensten des ERC Ingolstadt: In der Saison 1988/89 erzielte der Stürmer in der Oberliga 50 Punkte in nur 17 Spielen. Nach dem Karriereende kehrte Kleinendorst dann nach Nordamerika zurück, wo er es über verschiedene Posten in der ECHL und IHL bis in die NHL schaffte. Sechs Jahre war er dort als Assistenztrainer und Scout für die New Jersey Devils tätig. Später arbeitete er u.a. als Head Coach für die Lowell Devils, Binghamton Senators und Iowa Wild in der AHL.

Am Rande der Bande

+++ Bei den Panthern sind die Einsätze von Arvids Rekis, Jon Matsumoto, Andrew Leblanc und T.J. Trevelyan fraglich +++ Bei Ingolstadt fehlen möglicherweise Back-up Marco Eisenhut und Stürmer Brandon MacMillan +++ Patrick Köppchen fällt mit einer Rückenverletzung wohl weiterhin aus +++ Trotz aller Probleme stellen die Schanzer mit 24,2 % die zweitbeste Überzahlquote +++ Die Erfolgsquote der Panther beträgt aktuell 21,5 % +++

Hauptschiedsrichter: Eric Daniels, Sirko Hunnius
Linienrichter: Andreas Flad, Thorsten Lajoie

Tickets für das Spiel gegen Ingolstadt gibt's im Online-Ticketshop unter www.aev-panther.de/tickets, von 13:00 bis 17:00 Uhr im 1878 SHOP oder an der Tageskasse (ab 17:30 Uhr) am Curt-Frenzel-Stadion.