Foto: Sportberichte | Adrian Goldberg
Die wichtigsten Aussagen

Großer Sponsorenabend im Pantherclub

28.03.26 - 11:30 Uhr

Am Donnerstagabend luden die Augsburger Panther ihre Partner zu einem großen Sponsorenabend in den Pantherclub des Curt-Frenzel-Stadions ein. Geschäftsführer Maximilian Horber und Sportdirektor Larry Mitchell ließen die Saison 2025-26 Revue passieren und wagten auch einen ersten Blick auf die kommende Spielzeit in der Deutschen Eishockey Liga.

Maximilian Horber über die enge Zusammenarbeit mit dem AEV-Nachwuchs...

Sehr verdiente ehemalige Pantherspieler wie Torsten Fendt, Arvids Rekis oder Thomas Holzmann sind voll in unseren Stammverein integriert worden, mit T.J. Trevelyan steht der nächste bereits in den Startlöchern. Von der Erfahrung, der Begeisterung und dem Wissen dieser Trainer profitieren die Kinder natürlich sehr. Mit der Vorstandschaft um Präsident Lukas Gebele und Vize Max Greiner pflegen wir einen sehr engen Austausch und unterstützen, wo es nur geht. Beim AEV wird wirklich erstklassige Arbeit geleistet, die auch ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht möglich wäre. Unser Dank gilt allen, die sich mit viel Hingabe für die Profis von morgen einsetzen und tolle Rahmenbedingungen schaffen.

Maximilian Horber über eine weitere Verbesserung der Nachwuchsarbeit in Augsburg...

Wenn wir in der Ausbildung von Talenten wettbewerbsfähig bleiben wollen, bleibt eine Einhausung von Bahn II der wichtigste Schlüssel. Dieses Dach ist für den Eishockeysport unabdingbar, würde natürlich aber auch unweigerlich den kompletten Eissport samt Schul- und Universitätssport voranbringen. Wir haben das unverändert auf der Agenda.

Maximilian Horber über die wiederkehrende Forderung, das CFS müsse grundsätzlich ausgebaut werden, um die Kapazität zu erhöhen...

Wir sind mit dem Curt-Frenzel-Stadion sehr zufrieden und ein glücklicher Mieter. Auch mit einigen Jahren Abstand zum Umbau und in den letzten Jahren stetig steigenden Zuschauerzahlen war es richtig, das CFS zu modernisieren. Wir würden den Umbau dem Neubau auf der grünen Wiese außerhalb der Stadt immer wieder vorziehen. Mit der Stadt Augsburg, allen voran dem Sport- und Bäderamt, haben wir einen sehr guten und äußerst partnerschaftlichen Austausch. Wir bekommen immer mal wieder Fanmails, teilweise sogar mit Zeichnungen, wie sich die Kapazität des CFS erhöhen ließe. Für die ferne Zukunft ist das sicher auch mehr als nur einen Gedanken wert, aber der erste Fokus von Panthern, AEV und der Stadt Augsburg sollte immer auf der Einhausung von Bahn II liegen.

Maximilian Horber über den erneuten Zuschauerrekord der Panther...

Jedes Jahr neue Fabelzahlen. 98 % Auslastung, 21-mal ausverkauft, irgendwann wird das nicht mehr zu toppen sein. Der Support der Fans und unserer Partner bleibt einzigartig. Wir bleiben demütig und schätzen diese beeindruckenden Zuschauerzahlen sehr. Zeitgleich ist diese Entwicklung ja aber nicht nur ein Augsburger Phänomen, sondern ein eindeutiger Trend in ganz Eishockeydeutschland. Eishockey boomt in unserem Land, dafür haben viele Menschen jahrelang hart gearbeitet, aktuell ernten wir alle ein Stück weit die Früchte. Darauf wollen wir uns in der Branche aber nicht ausruhen, sondern Clubs, Liga und das Eishockey im Allgemeinen beständig weiterentwickeln. Es liegt also immer noch viel Arbeit vor uns allen.

Maximilian Horber über die Reichweiten-Rekorde von MagentaSport und MagentaTV...

Die Hallen werden voller, die Reichweiten der Telekom wachsen ebenso beständig an. 21 % Reichweitensteigerung sind irre, das ist schier nicht mehr zu glauben. Alle in der Liga sind sehr glücklich mit der Deutschen Telekom als TV-Partner. Die Kolleginnen und Kollegen machen einen fantastischen Job, Eishockey noch mehr ins Schaufenster zu stellen. Wir sind froh, hier einen starken Partner mit großer Liebe fürs Eishockey an unserer Seite zu haben und blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft. Mehr Zuschauer, höhere Reichweiten – all das zahlt am Ende auch auf die Sichtbarkeit und Kontakte unserer Sponsoren ein.

Maximilian Horber über den Aufstieg der AHA GmbH in die Riege der Exklusivpartner...

Wir haben, das ist so beabsichtigt und wirtschaftlich gesund, eine flache und breite Sponsorenpyramide. Bei uns gibt es nicht den einen Großsponsor oder gar Mäzen, wie das oftmals an anderen Standorten der Fall ist. Das führt unweigerlich zu Abhängigkeiten. In den letzten Jahren hat sich bei einem Blick auf unsere Partnerstruktur aber ein Stück weit abgezeichnet, dass die Lücke zwischen einen potenziellen Hauptsponsor und der Ebene der Premiumpartner zu groß ist und wir noch individueller werden müssen. Genau da kommen die Exklusivpartner ins Spiel. Mit der AHA GmbH und deren Aufstieg zum Exklusivpartner haben wir für bestehende Sponsoren die Möglichkeit, diese noch größer und sichtbarer zu machen. Wir freuen uns sehr über diesen Schritt von AHA und sind sicher, dass wir noch weitere Unternehmen in dieser Riege aufnehmen können.

Maximilian Horber über Investitionen in die Infrastruktur der Clubs...

Unverändert gilt: Wir wollen besser werden und uns weiterentwickeln. Vergangenen Sommer war der Umbau und die Modernisierung des Fanshops ein sehr wichtiger Schritt. Wir investieren immer viel in das direkte Umfeld der Mannschaft. Trainingsgeräte, die Kabinen, die Möglichkeit zur effektiveren Regeneration, da gibt es vieles. Ein großes und für uns sehr wichtiges Projekt für die nächsten Jahre ist die Modernisierung des Pantherclubs. Wir haben aktuell sicher schon einen der schönsten VIP-Bereiche der Liga, aber mit einem starken Partner wie AHA 360 und Michael Mayer und seinem Team streben wir auch hier Optimierungen an. Unsere Gäste sollen sich wohlfühlen und der Pantherclub auch als Eventlocation außerhalb unserer Heimspiele noch interessanter gestaltet werden.

Wo sich Maximilian Horber die Panther sportlich in einem Jahr zu dieser Zeit wünscht....

Mit dem frühen Klassenerhalt sind wir dieses Jahr einen sehr wichtigen Zwischenschritt gegangen. Wir durchlaufen nach sportlich schweren Jahren gerade einen Prozess und wollen uns Stück für Stück, Platz für Platz in der Tabelle entwickeln. Platz 11 war ein Teilerfolg, nicht mehr, nicht weniger. Wir haben sicher nicht alle Potenziale ausgeschöpft. Ich wünsche mir deshalb, dass wir 2026-27 einen Platz besser sind und endlich einmal wieder Playoff-Luft schnuppern dürfen. Das ist es doch, wonach wir alle lechzen. Speziell unsere leidenschaftlichen Fans und treuen Partner hätten sich Endrunden-Eishockey in Augsburg wieder einmal sehr verdient.

Larry Mitchell über die Panther-Saison 2025-26...

Nach drei sehr schwierigen Jahren wollten wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben, das ist uns gelungen. Aber wer ein Ziel erreicht, sollte das nächste Ziel parat haben. Das war Platz 10, und das haben wir nicht geschafft. Komplett zufrieden bin ich deshalb nicht. Wir haben zu viele Spiele verloren, zu oft mögliche Punkte liegen lassen. Dennoch haben wir in einer der besten Ligen der Welt drei Teams hinter uns gelassen und waren nach 52 Spielen besser als. Wir müssen jetzt weiter aus Fehlern lernen und uns verbessern, den nächsten Schritt gehen. Es bleibt ein Prozess mit allen Höhen und Tiefen.

Larry Mitchell über die vielen engen Ergebnisse...

Wir waren in den allermeisten Spielen ein ebenbürtiger Gegner und haben uns die Chance auf den Sieg gegeben. Als Team haben wir uns definitiv verbessert, waren wettbewerbsfähiger. Ein wichtiges Ziel wird es deshalb sein, künftig wieder mehr dieser engen Partien für uns zu entscheiden oder wenigstens den Zusatzpunkt in der Verlängerung oder Penaltyschießen einzufahren. Das ist Gold wert. Gute Teams finden einen Weg.

Larry Mitchell über Dinge, die ihm nicht gefallen haben...

Diese Dinge gibt es immer. Ich nenne an erster Stelle mal unser 2. Drittel im Allgemeinen. Das haben wir permanent mit Bill Peters und unserem Trainerteam thematisiert. Ich denke auch an unsere Special Teams. In der zweiten Hälfte der Saison waren wir da deutlich besser, über 52 Spiele ist Luft nach oben. Und ganz ehrlich, ich würde künftig gerne wieder mehr Heimspiele gewinnen.

Larry Mitchell über die doch überraschend hohe Anzahl an Abgängen nach dieser Saison...

Nicht in jedem Fall haben wir uns gegen den Spieler entschieden, sondern die Spieler sich für etwas Neues entscheiden. Fakt ist: Wir sind nicht zufrieden und sehen Raum für Verbesserungen. In diese Personalentscheidungen waren Trainerteam und Management gleichermaßen eingebunden, jeder hat seinen Standpunkt eingebracht und die Spieler aus seiner Perspektive bewertet. Wie trainiert der Spieler? Wie ehrgeizig ist er? Wie bereit ist er, das umzusetzen, was wir ihm vorgeben? Wie reagiert er auf hohe Belastungen? Wie fügt er sich ins Team ein? Auch Verletzungen spielen eine Rolle. Es sind so viele Punkte, die schlussendlich zu Entscheidungen führen. Das Allermeiste davon ist für Außenstehende nicht greifbar. Aber die Entscheidungen sind gefallen, wie sie gefallen sind. Jetzt richtet sich der Blick nach vorne.

Larry Mitchell über das Grundgerüst für die kommende Saison...

Es hilft ungemein, dass wir noch früher die ersten Weichen stellen konnten. Gerade auf dem deutschen Spielermarkt kann jeder Tag helfen, denn der Markt ist kleiner, als wir uns wünschen würden. Aber auch bei Spielern wie D.J. Busdeker blieb nicht im Verborgenen, wie gut er ist. Und genau solche Typen wie D.J. verkörpern exakt, wofür wir stehen wollen. Kämpfermentalität, Siegeswille und Qualität. Wir werden nicht 25 Buzzys im neuen Kader haben. Aber mehr davon wäre gut.

Larry Mitchell über die noch ungeklärte Zukunft von Bill Peters, Mika Wendell und Madison Bowey...

Bill weiß, dass wir zufrieden mit seiner Arbeit sind. Wir beide sind permanent in engem Austausch. Diese Woche sind wir unter anderem gemeinsam nach Regensburg gefahren, um unsere jungen Spieler in Rosenheim zu beobachten. Es war nicht still im Auto. Bill hat einen guten Lebenslauf, der Interesse von anderen weckt, die vielleicht mehr bezahlen könnten. Aber wir haben uns gut geeinigt, dass wir langsam vorankommen müssen und schauen, ob der Weg weitergeht oder nicht. Ein paar Wochen können wir uns aber noch Zeit nehmen, der Trainermarkt ist zu diesem Zeitpunkt ohnehin noch nicht richtig im Gange.

Mika Wendell hat sehr gute Arbeit als Videocoach geleistet und wir würden gerne mit ihm weitermachen. Er hat auch unsere wöchentlichen Skill-Sessions für unsere jungen Spieler auf dem Eis geleitet, die wir zusammen mit dem AEV-Nachwuchs durchführen. Unsere Spieler profitieren sehr davon, dass sie diese Einheit zusätzlich haben. Manche Spieler, die uns vielleicht am Wochenende in der Liga nicht ganz so glücklich gemacht haben, durften dann auch mitmachen. Und noch dazu haben wir immer Talente aus dem Nachwuchs da, aus der U17-Mannschaft, U20-Mannschaft, um denen auch ein Zeichen zu geben, dass sie bei den Profis mittrainieren können.

Und zu Madison Bowey: Es ist schwierig, rechtsschießende Verteidiger zu finden, die auch Schlittschuh laufen können. Die zweite Saison in der DEL würde für ihn leichter. Er ist sehr beliebt in der Mannschaft. Bei allen deutschen Spielern wie auch den Imports. Er ist ein Stanley Cup-Champion, das hat ihm keiner geschenkt. Es gibt Pros und Contras und wir wollten uns bei dieser Position einfach ein bisschen Zeit lassen und für den Spieler und uns die richtige Entscheidung treffen. Meistens gibt es drei oder vier dieser Entscheidungen nach jeder Saison, jetzt ist es nur diese.

Larry Mitchell über die Zielsetzung für die Saison 2026-27...

Ich schließe mich Max Horber an. Wir wollen mindestens einen Platz besser werden, unseren eingeschlagenen Weg Schritt für Schritt weitergehen und wieder andere Ziele formulieren können. Das hat sich Augsburg verdient! Ich habe tolle Playoff-Erinnerungen. Es wäre schön, wenn Neue hinzukämen.