Foto: Sport in Augsburg

Panther auch gegen Eisbären ohne Punkte

21.02.16 - 18:50 Uhr

Die Augsburger Panther blieben an diesem Wochenende ohne Tor und Punkt. Nach dem deutlichen 0:6 in Iserlohn unterlag der AEV zu Hause vor 5433 Zuschauern gegen die Eisbären Berlin trotz zahlreicher Großchancen unglücklich mit 0:1. Das Tor des Tages erzielte Andre Rankel (33.).

Trevelyan und Kessel rücken ins Team

Trainer Mike Stewart reagierte nach der deutlichen Niederlage in Iserlohn und veränderte sein Team auf gleich drei Positionen. Evan Oberg fehlte gesperrt und Bretton Stamler musste auf die Tribüne.

Dafür gab Blake Kessel sein Debüt beim AEV und T.J. Trevelyan kehrte nach langer Verletzungspause zurück. Zudem rückte Ben Meisner zwischen die Pfosten - Jeff Deslauriers musste dafür auf die Bank.

Von dort aus hätte Deslauriers beinahe den Traumstart der Gastgeber mitverfolgen können, denn nach gerade einmal 18 Sekunden lief Ben Hanowski alleine auf das Eisbären-Tor zu, aber Petri Vehanen konnte abwehren (1.).

Hanowski mit erster Großchance

Zudem zog Kessel wenig später aus dem Slot ab, aber hier stand Vehanen dem möglichen Premierentor auch im Weg (2.) und Jon Matsumoto gelang die Führung ebenso nicht: Der Augsburger Topscorer schoss knapp neben das Tor (4.).

Die Eisbären brauchten ein paar Minuten, hatten dann aber aus kurzer Distanz durch Darin Olver die erste gute Gelegenheit.

Ben Meisner war jedoch zur Stelle (6.), hatte kurz danach aber auch etwas Glück, dass Milan Jurcina in Überzahl hauchdünn neben das Tor schoss (8.) und ein weiterer abgefälschter Schuss des neuen Berliner Verteidigers ebenfalls knapp am Kasten vorbeistrich (12.).

Trevelyan verpasst Führung

Allerdings hatten auch die Hausherren weiter Gelegenheiten, so dass die Zuschauer ein kurzweiliges, schnelles und abwechslungsreiches Eishockeyspiel zu sehen bekamen. Trevelyan hatte beispielsweise den Torschrei beim Comeback schon auf den Lippen, aber sein Schuss ging knapp über das Tor (11.). 

Und im Powerplay dachten auch seine Kollegen wohl, dass es soweit ist, als Trevelyan nach toller Kombination über Mark Mancari und Matsumoto kurzzeitig das leere Tor vor sich hatte, aber Vehanen brachte doch noch irgendwie ein Körperteil dazwischen (15.).

Der AEV ließ zudem eine einminütige doppelte Überzahl ungenutzt und auch Daniel Weiß gelang es nicht, einen Hochkaräter aus einem halben Meter zu versenken (17.). 

Auch Ciernik trifft das Tor nicht

Somit ging es torlos ins zweite Drittel, wo die Partie - zumindest, was die Chancenanzahl angeht - etwas verflachte. Beide Teams spielten zwar weiter schnell nach vorne, aber kamen nicht mehr so oft zu Abschlüssen.

Stattdessen standen Zweikämpfe im Mittelpunkt, aber plötzlich tauchte Ivan Ciernik doch einmal ganz frei vor dem Berliner Tor. Ciernik wollte aber Vehanen noch umspielen und so verpuffte eine weitere Großchance der Gastgeber (27.). 

Die Eisbären ihrerseits versprühten in Überzahl kurz danach Gefahr: Nach einer undurchsichtigen Szene lag der Puck kurz frei vor dem Tor von Meisner, aber Mark Bell konnte gerade noch entscheidend gestört werden und der Panthergoalie parierte stark (31.).

Rankel trifft in Unterzahl

Auf Seiten des AEV vergaben Mancari (32.) und Thomas Holzmann (33.) anschließend zwei weitere gute Chancen und so kam es, wie es kommen musste. Bei Überzahl der Panther zog Rankel auf und davon und versenkte den Alleingang zum 0:1 (33.). 

Die Panther suchten nach einer Antwort, aber Matsumoto blieb gegen Vehanen ebenfalls zweiter Sieger. Andererseits hätten die Gäste auch erhöhen können, aber Meisner parierte bei einem Konter durch Mark Olver herausragend (38.), so dass es mit dem knappen Rückstand in den dritten Spielabschnitt ging.

Dort verlegten sich die Eisbären zunächst aufs kontern, machten die Räume eng und ließen die Panther offensiv kaum zur Entfaltung kommen.

Weiß verpasst den Ausgleich - Jurcina an den Pfosten

Aus der Anfangsphase des dritten Drittels steht lediglich ein Distanzschuss von Arvids Rekis zu Buche, den Vehanen, aber problemlos entschärfen konnte (43.).

Deutlich brenzliger wurde es, als Weiß bei einem Twei-auf-Eins-Konter freistehend vor Vehanen abzog. Aber der Eisbärengoalie konnte den Ausgleich erneut verhindern (48.). 

Die Entscheidung war jedoch auch möglich, denn Jurcina traf im Powerplay zehn Minuten vor dem Ende nur den Innenpfosten (50.).

Berlin bringt Sieg über die Zeit

So blieb es bis zum Ende spannend und Holzmann (59.) und Matsumoto (59.) hatten in Überzahl sogar noch Chancen auf das 1:1, aber der Puck wollte - wie schon in den letzten Spielen - einfach nicht über die Linie und so rücken die Playoffplätze weiter in die Ferne.

Für den AEV geht es nun bereits am Dienstag bei der Düsseldorfer EG weiter, ehe die Hamburg Freezers am kommenden Freitag ihre Visitenkarte im Curt-Frenzel-Stadion abgeben. Zwei Tage später müssen die Panther dann bei den Wolfsburg Grizzlys ran.