Panther chancenlos in Berlin

19.10.12 - 20:08 Uhr

Die Augsburger Panther mussten nach dem Auwärtssieg bei der DEG einen Rückschlag hinnehmen. Der Tabellendritte verlor beim deutschen Meister Eisbären Berlin deutlich mit 1:5. Den Treffer für den AEV erzielte Maximilian Schäffler (51.).

Ross gibt sein Debüt im Pantherdress

Die Panther, die erstmals mit Neuzugang Nick Ross antraten, waren zunächst darum bemüht, aus einer sicheren Abwehr zu agieren, aber auch aufgrund einer frühen Hinausstellung von Ross hatten die Eisbären in der Anfangsphase gute Chancen. Barry Tallackson und Mads Christensen (je 1.) bei numerischer Gleichheit und nochmals Tallackson im Powerplay (4.) fanden jedoch ihren Meister in Patrick Ehelechner.

AEV wird mutiger

Doch auch die Augsburger konnten gefährliche Situationen heraufbeschwören: In Unterzahl klärte Rob Zepp in letzter Sekunde vor Chad Bassen (3.) und kurz darauf hatten Ryan Thang nach schönem Anspiel von Brian Roloff (4.), Peter MacArthur, der gleich zweimal an Zepp scheiterte (je 5.) und Peter Flache (6.) gute Gelegenheiten. Ein weiteres Überzahlspiel des deutschen Meisters sorgte dann wieder vor Gefahr vor Ehelechner, der allerdings gegen gegen T.J. Mulock (8.), Frank Hördler, Julian Talbot (je 9.), Tallackson (10.) und NHL-Import Daniel Briere (11.) immer eine Antwort parat hatte.

Doppelschlag der Eisbären

Der Druck der Hausherren vor ausverkauftem Haus von 14.200 Zuschauern wurde allerdings immer größer und so war die Führung nur eine Frage der Zeit. Eben dieses Führungstor war Matt Foy vorbehalten, der einen Schuss von Mulock unhaltbar abfälschte (11.). Die Eisbären drückten weiter und obwohl Ehelechner gegen den zweiten NHL-Star Claude Giroux noch parieren konnte (12.), fiel kurz darauf das 2:0: Giroux fuhr über die rechte Seite ins AEV-Drittel, bediente Jens Baxmann, der Ehelchner keine Chance ließ und erhöhte (13.). Trotz weiterer Chancen der Berliner ging es mit diesem Spielstand ins Mitteldrittel, wo dann jedoch der AEV die erste gute Chance hatte, als ein Schuss von Tobias Draxinger gefährlich abgefälscht wurde und Zepp in höchter Not mit dem Schoner klären konnte (21.).

Giroux überwindet Ehelechner

Doch eine weitere Strafe drängte die Panther wieder in die Defensive: Ehelechner war gegen Constantin Braun zweimal auf dem Posten und hatte bei dessen drittem Schuss etwas Glück, dass der Puck an den Außenpfosten ging (je. 23.). Anschließend versuchten auch Christensen (24.), Giroux (26.) und Andre Rankel (27.) erfolglos den Hartgummi am Augsburger Goalie vorbeizubringen, aber als Giroux vom Bullypunkt trocken abzog war Ehelechner zum dritten Mal geschlagen (28.).

Rankel erhöht weiter

Brian Roloff hatte wenige Sekunden später zweimal die Chance zu verkürzen (28.), aber Zepp war zur Stelle und als zwei weitere Panther auf die Strafbank mussten, nutzt Rankel die doppelte Überzahl nach Zuspiel von Briere zum 4:0 (30.) und entschied das Spiel endgültig. Doch selbst jetzt waren die Gastgeber noch nicht satt und legten durch Vincent Schlenker, der einen Schuss von Baxmann unhaltbar abfälschte, ein weiteres Mal nach (38.). Zwar hatten auch die Panther im Mitteldrittel durch T.J. Trevelyan (34.), Sergio Somma (35.) oder Mario Trabucco (36.) bei Entlastungsangriffen auch einige Chancen, aber die deutliche Führung des Titelverteidigers war auch in dieser Höhe verdient, da Ehelechner beispielsweise noch gegen den allein auf ihn zustürmenden Jim Sharrow parierte (39.).

Conti ersetzt Ehelechner - Schäffler mit Premierentor

Im Schlussdrittel löste Leo Cont Ehelechner im AEV-Kasten ab, feierte damit sein Saisondebüt und konnte sich auch gegen Braun (46.), Tallackson (48.) und Briere (49.) auszeichnen. Jedoch war auch den Panthern anzumerken, dass man sich nicht ohne Torerfolg aus Berlin verabschieden wollte und so agierte man deutlich mutiger. Trabucco (42.), Rob Brown (44.) und Stephen Werner (48.) tasteten sich heran und im Powerplay gelang dem AEV auch der nicht unverdiente Anschlusstreffer. Draxinger zog ab, Zepp parierte, aber Maximilian Schäffler stand goldrichtig und erzielte sein erstes DEL-Tor überhaupt (51.). Dabei blieb es auch, da Conti sich in der Schlussphase einige weitere Male auszeichnen konnte. Für die Panther geht es am Sonntag mit dem Derby gegen die Straubing Tigers im heimischen Curt-Frenzel-Stadion weiter.