Foto: Sport in Augsburg

Panther feiern versöhnlichen Saisonabschluss

07.03.14 - 19:50 Uhr

Die Augsburger Panther haben das letzte Saisonspiel gewonnen. Gegen den EHC Red Bull München siegte der AEV vor ausverkauftem Haus von 6218 begeisterten Zuschauern mit 3:2 nach Penaltyschießen und entschied damit drei von vier Derbies für sich. Für die grandiose Unterstützung durch die Fans in diesem Spiel und in der gesamten Saison bedanken sich die Panther an dieser Stelle ausdrücklich. Die Treffer gegen München erzielten Louie Caporusso (27.), Mike Connolly (55.) und T.J. Trevelyan (65.).

Forrest auf der Tribüne

Trainer Larry Mitchell ließ im Derby alle seiner einsatzfähigen Stürmer auflaufen. John Zeiler, Peter MacArthur und Stephen Werner standen somit erstmals seit Wochen wieder gemeinsam auf dem Eis.

J.D. Forrest musste als überzähliger Ausländer auf die Tribüne. Von dort sah er im Anfangsdrittel eine Augsburger Mannschaft, die von Beginn an darum bemüht war, sich ordentlich von seinen Fans zu verabschieden.

München geht in Führung

Die erste Chance verzeichnete Adrian Grygiel, als er die Scheibe gefährlich zum Tor von Niklas Treutle brachte - allerdings war kein Teamkollege zur Stelle, um den Abpraller zu verwerten (2.). Besser machten es die Gäste, die gleich ihre erste Möglichkeit zur Führung nutzten:

Als die Augsburger Defensive den Puck nicht aus der Gefahrenzone brachte, bediente Thomas Merl Kai Herpich, der Markus Keller im Panthergehäuse umspielte und zum 0:1 einschob (3.).

Nur 47 Sekunden später bot sich dem AEV die große Ausgleichschance, als Fabio Carciola und Andrew Wozniewski zeitgleich auf die Strafbank mussten.

Mangelnde Chancenverwertung beim AEV

Doch obwohl die Hausherren durch Ryan Bayda, Grygiel (je 4.), Daryl Boyle und Rob Brown (je 5.) teilweise sehr gute Chancen hatten, hielt Treutle seinen Kasten sauber.

Auch in den drei nächsten Powerplaysituationen des ersten Drittels hätten die Augsburger ausgleichen können, aber Bayda (9.) oder auch Ivan Ciernik und Mike Connolly (je 20.) gelang der Ausgleich nicht.

Besser lief es im zweiten Drittel, als Grygiel nach schönem Antritt klasse auf Louie Caporusso querlegte und dieser humorlos unter die Querlatte zum 1:1 einschoss (27.).

Caporusso gleicht aus

Das Tor war allerdings zu diesem Zeitpunkt durchaus überraschend, denn der EHC hatte zuvor im Powerplay einige gute Chancen, um auf 0:2 zu stellen. Die beste entschärfte Keller gegen Matt Smaby nur Sekunden vor dem Ausgleich (27.).

Einige Minuten später jubelten die Augsburger nach einem vermeintlichen Treffer von Bayda erneut, aber das Schiedsrichtergespann entschied anders und blieb auch nach Videostudium bei dieser Ansicht der Dinge (32.).

Panther nutzen beste Chancen nicht

Weitere Treffer auf beiden Seiten waren möglich, aber auf Münchner Seite scheiterte Jan Urbas aus kürzester Distanz am überragend reagierenden Keller (37.) und auf der Gegenseite brachten es die Panther gleich mehrfach fertig, das leere Tor nicht zu treffen.

Caporusso (38., 40.), Grygiel, Trevelyan (je 39.), Werner und Connolly (je 40.) hätten allesamt für den zweiten Augsburger Treffer sorgen können.

Im dritten Drittel hatte der AEV zu Beginn jedoch Glück, dass Ulli Maurer nur den Pfosten traf (42.). Zudem parierte Keller stark gegen Daniel Sparre (44.).

Connolly bricht den Bann

Die Gäste waren in dieser Phase stärker, konnten aber auch zwei Powerplays nicht nutzen. Auf der Gegenseite hätte Brown - ebenfalls bei einem Mann mehr - treffen können (52.).

Doch dann gelang den Panthern der Führungstreffer doch noch: Nach einer fantastischen Vorarbeit von Ciernik stand Connolly im Slot frei und konnte flach zum 2:1 einschießen (55.).

Trevelyan sichert den Zusatzpunkt

Doch der Jubel währte nicht lange, denn nur 91 Sekunden später glich München durch Smaby aus, der einen Schuss von Palmieri unhaltbar abfälschte (57.). Somit nahmen beide Teams einen Punkt mit und es ging in die Verlängerung.

Dort fielen keine Treffer, so dass das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden musste. Und diesen sicherten sich die Panther, denn Keller parierte alle drei Versuche des EHC. Und beim AEV traf Trevelyan und sorgte somit für einen versöhnlichen Saisonabschluss.