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Am Freitagabend kam es für die Augsburger Panther zu einem direkten Duell im Kampf um einen Platz unter den besten zehn Teams der Deutschen Eishockey Liga. Nach Verlängerung siegten die gastgebenden Grizzlys Wolfsburg mit 4:3.
Coach Bill Peters musste weiterhin auf D.J. Busdeker und T.J. Trevelyan verzichten. Madison Bowey war nach kurzer Pause zurück im Team. Im Tor stand Michael Garteig.
Es war kein guter erster Abschnitt, den die Panther in Wolfsburg aufs Eis legten. Die Grizzlys waren in den ersten 20 Minuten über weite Strecken das dominierende Team, verpassten es aber, die Augsburger Fehler zu bestrafen und Garteig zu überwinden. So kam es wie so oft im Eishockey. Der AEV nutzte seine erste richtige Torchance, als Alex Blank mit einem satten Schuss von Höhe der Hashmarks unter die Latte auf Zuspiel von Alex Grenier und Anthony Louis die schmeichelhafte Führung für die Rot-Grün-Weißen besorgte (16.). Mit diesem Ergebnis ging es in die 1. Drittelpause.
In Anbetracht der Wolfsburger Überlegenheit in den ersten 20 Minuten war der Ausgleich durch Keaton Thompson zu Beginn des Mittelabschnitts verdient. Nach einem Aufbaufehler waren die Panther in der eigenen Zone unsortiert, was dem Abwehrspieler der Grizzlys reichlich Zeit und Raum bescherte. Sein halbhoher Schuss auf die Stockhandseite war für Garteig nicht zu stoppen (23.). In der Folge fanden die Panther allerdings immer besser ins Spiel und beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Trotz guter Gelegenheiten auf beiden Seiten fielen im Mittelabschnitt allerdings keine weiteren Treffer.
Der dritte Abschnitt war am heutigen Abend klar der beste der Panther, große Teile des 3. Drittels gehörten dem AEV. Doch zunächst brachte Thompson mit seinem zweiten Treffer des Abends Wolfsburg wieder aufs Scoreboard (46.). Eine schöne Kombination über Blank und Louis veredelte Grenier zum 2:2 und belohnte die Panther für ihren Aufwand (52.). Gerade, als Augsburg auf den dritten Treffer drängte, brachte Machacek die Grizzlys mit einem Handgelenkschuss wieder in Front (56.). Doch die Panther steckten nie auf. 150 Sekunden vor dem Ende zog Bill Peters den Goalie zugunsten des sechsten Feldspielers. Schließlich war es Riley Damiani, der Panther fünf Sekunden vor dem Ende auf Zuspiel von Joe Cramarossa belohnte und zum 3:3 traf. Ein verdienter Punktgewinn für die Panther.
Clevere Wolfsburger sicherten sich in der Overtime den Zusatzpunkt. Matt White sprang von der Bande aufs Eis, als der wechselnde Wolfsburger noch am eigenen Bullykreis stand. Die sehr großzügige Auslegung der Wechselzone bescherte dem ehemaligen Panther nach einem langen Pass schließlich einen Alleingang, den White für den Siegtreffer nutzte.