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Die Augsburger Panther haben das vierte und letzte Derby der Saison in der PENNY DEL gegen den EHC Red Bull München verloren. Trotz einer über weite Strecken starken Vorstellung unterlag der AEV mit 2:4 und musste einen bitteren Rückschlag im Kampf um Platz zehn hinnehmen. Die Treffer für die Panther erzielten Moritz Elias (30.) und Cody Kunyk (50.). Für München waren Ryan Murphy (22.), Maximilian Kastner (25.), Markus Eisenschmid (35.) und Tobias Rieder (48.) erfolgreich.
GRENIER WIEDER DABEI
Headcoach Bill Peters musste dabei kurzfristig auf Tim Wohlgemuth verzichten, der sich in Mannheim leicht verletzte. Keinen Wechsel gab es im Tor, wo erneut Peyton Jones zwischen den Pfosten stand. Michael Garteig war neben Verteidiger David Farrance überzählig, denn Alexandre Grenier konnte wieder mitwirken.
Und der Rückkehrer hätte nach schönem Zusammenspiel mit Anthony Louis auch beinahe für einen Traumstart gesorgt, scheiterte bei einem Konter aber am stark reagierenden Antoine Bibeau (2.). Münchens Goalie stand auch danach im Mittelpunkt, als er gegen Louis aus kurzer Distanz während des ersten Augsburger Powerplays gleich zwei Mal sehenswert parieren konnte (5.).
Apropos Überzahl: Mit einem Mann mehr kamen auch die Gäste zu ersten Gelegenheiten, aber Jones stand seinem Gegenüber in nichts nach. Anschließend bekamen die Zuschauer eine recht ausgeglichene Partie zu sehen, in der Augsburg aber die besseren Chancen hatte.
DOPPELSCHLAG DER GÄSTE
Christian Hanke hatte gleich drei Mal die Möglichkeit auf das 1:0, aber erneut stand Bibeau im Weg. Kurz vor der ersten Pause hatte dann auch München einen Hochkaräter, Jones hielt jedoch richtig stark gegen Yasin Ehliz (19.).
Insgesamt waren die Gäste mit dem torlosen Remis nach 20 Minuten dennoch gut bedient, aber nach Wiederbeginn schaltete München einen Gang hoch. Taro Hirose hatte bereits nach 30 Sekunden eine Topchance, scheiterte aber an Jones (21.).
In Überzahl ging Red Bull kurz danach aber doch in Führung: Nachdem die Panther einige Zweikämpfe an der Bande nicht gewinnen konnten, hatte Murphy in der Mitte viel zu viel Platz und schoss unhaltbar zum 0:1 ein (22.). München blieb auch danach dran und legte schnell nach. Jones parierte einen Versuch von Brady Ferguson, aber gegen den Nachschuss von Kastner war er ein zweites Mal machtlos (25.).
AEV VERKÜRZT DURCH ELIAS
Augsburg war durchaus angezähkt nach dem Doppelschlag und brauchte eine gewisse Zeit, um selbst wieder gefährlich zu werden. Elias hatte den Anschluss dann allerdings bei einem tollen Konter auf dem Schläger, aber Bibeau blieb erneut Sieger (28.). Im Powerplay klappte es kurz danach aber auch für den AEV. Die Scheibe lief schnell und am Ende war es Elias, der es dieses Mal besser machte und auf 1:2 stellte (30.).
Keine 20 Sekunden später fiel sogar fast der Ausgleich, aber Thomas Schemitsch fand freistehend vor Bibeau keinen Weg vorbei am Münchner Goalie (30.). Da er aber noch gehindert wurde, ging es mit einem weiteren Überzahlspiel für den AEV weiter und das hatte es in sich, denn nach wenigen Sekunden schoss Münchens Gabriel Fontaine aus ganz kurzer Distanz hauchzart neben das Tor (31.).
MÜNCHEN SCHLÄGT ZURÜCK
Doch auch die Panther hatte eine Mega-Chance, als Grenier von D.J. Busdeker schön freigespielt wurde, aber aus sehr guter Position scheiterte (31.). Die Gastgeber waren nun komplette wieder im Spiel, aber München stellte - abermals im Powerplay - den alten Abstand wieder her. Kurz vor Ablauf der Strafe gegen Ryan Button traf Eisenschmid per Gewaltschuss direkt in den Winkel (35.).
In der Schlussminute des zweiten Durchgangs war sogar Münchens vierter Treffer möglich, als Murphy das komplett leere Tor aus kurzer Entfernung verfehlte, aber das hätte die Kräfteverhältnisse auch nicht ansatzweise widergegeben (40.).
BUSDEKER AN DIE LATTE
Zumal die Hausherren im Schlussdrittel eine weitere sehr gute Gelegenheit auf das 2:3 hatten, denn Busdeker lief plötzlich ganz alleine auf auf das Tor der Gäste zu, traf aber nur die Latte (44.). Statt Spannung, führten die Gäste wenig später doch mit drei Toren. Rieder blieb alleine vor Jones cool und markierte mit der Rückhand den vierten Treffer der Münchner (48.).
Der AEV gab sich jedoh nicht auf und verkürzte keine zwei Minuten später durch Kunyk nach toller Vorarbeit von Busdeker auf 2:4 (50.). Und auch das dritte Tor war absolut möglich. In Überzahl scheiterten Riley Damiani (53.) und vor allem Grenier (54.) am unfassbar reagierenden Bibeau.
Auch in der Schlussphase wurde es nochmal richtig hektisch, als Jones vom Eis war und München zwei Strafen kassierte. Die letzten 62 Sekunden hieß es daher sechs gegen drei und die Panther feuerten auch aus allen Rohren und hatten auch einige sehr gute Gelegenheiten. Die Gäste brachten den Auswärtssieg aber letztlich doch über die Zeit.