Foto: Sportberichte | Adrian Goldberg
Die Augsburger Panther haben das letzte Vorrundenspiel der Spielzeit 2025-26 in der PENNY DEL verloren. Beim Abschied von Klublegende T.J. Trevelyan, der mit drei Scorerpunkten 'Good Bye' sagte, zeigte der AEV erst tolle Moral und kassierte erst Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Am Ende unterlag man gegen die Wolfsburg Grizzyls schließlich mit 5:6 nach Penaltyschießen.
Die Treffer für die Panther erzielten Joe Cramarossa (7.), Anthony Louis (39.), Trevelyan (41.), Riley Damiani (45.) und Christian Hanke (46), der somit im zweiten Jahr in Folge das letzte Augsburger Tor der Saison erzielte. Für Wolfsburg waren Matt White (13.), Justin Feser (16.), Julian Chrobot, Spencer Machacek (beide 18.), Gemel Smith (60.) und Matt Choupani (66.) erfolgreich.
TREVELYAN ALS KAPITÄN
Personell musste Cheftrainer beim Saisonabschluss weiter auf Ryan Button und Kyle Mayhew verzichten. Madison Bowey und seine Ehefrau werden in Kürze zum zweiten Mal Eltern. Aus diesem erfreulichen Grund stand der Verteidiger ebenfalls nicht zur Verfügung. Im Tor stand - wie schon in Ingolstadt ab dem zweiten Drittel - Michael Garteig. Als Kapitän führte Trevelyan die Panther aufs Eis. Das Augsburger Urgestein beendete gegen Wolfsburg bekanntlich nach 15 Jahren im AEV-Dress seine Karriere und wurde schon vor dem Eröffnungsbully dementsprechend gefeiert und verabschiedet.
Die Anfangsphase der Partie gehörte dann aber den Gästen, die sofort Druck ausübten. Augsburgs dezimierte Defensive stand jedoch gut und Garteig war stets auf dem Posten. Peu a Peu kam der AEV dann besser ins Spiel und nutzte im Grunde seine erste Topchance direkt zur Führung. Nach einem schönen Angriff über Jason Bast und Tim Wohlgemuth kam der Puck zu Cramarossa, der Dustin Strahlmeier umspielte und zum 1:0 einschob (7.).
Derart effizient sollte es aber nicht weitergehen, denn die Gastgeber blieben zwar dran, vergaben aber Möglichkeiten im Minutentakt durch Louis, Damiani (je 8.), Cody Kunyk (9.) und Alexander Blank (10.), der nur den Pfosten traf.
WOLFSBURG TRIFFT VIER MAL
Und so kam es, wie so oft, denn die Gäste kamen aus dem Nichts zum Ausgleich. Feser bereitete herausragend vor und White hatte nur noch das leere Tor vor sich (13.). Dieser Treffer ließ das Spiel kippen, den Wolfsburg war nun wieder voll da und nutzte jeden Augsburger Fehler knallhart aus. Beispiel gefällig? Feser drehte das Spiel nach einem Puckverlust in der Vorwärtsbewegung der Hausherren, als er kurz nach Ablauf einer Wolfsburger Strafe zum Tor zog und unter die Latte einnetzte (16.).
Kurz danach hatte Chrobot bei einem Konter viel zu viel Platz und markierte den dritten Treffer des Niedersachsen (18.) und nur zehn (!) Sekunden später fälschte Machacek ab und stellte auf 1:4 (18.).
LOUIS VERKÜRZT - T.J. SORGT FÜR EKSTASE
Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die erste Pause. Im Mitteldrittel plätscherte die Begegnung weitestgehend vor sich hin. Wolfsburg verwaltete die Führung souverän und den Panthern fiel offensiv nicht viel ein.
Zumindest bis zur 39. Minute, denn in Überzahl konnte der AEV verkürzen. Trevelyan störte vor dem Tor von Strahlmeier, Wohlgemuth legte überlegt quer und Louis hatte wenig Mühe einzuschießen. Somit war Spannung für den Schlussabschnitt gegeben und dort legten die Hausherren los wie die Feuerwehr.
Trevelyan eroberte die Scheibe im Forecheck, zog zum Tor und zimmerte den Hartgummi aus spitzem Winkel nur 27 Sekunden nach Wiederbeginn zum 3:4 ins Kreuzeck (41.). Nun spielte nur noch der AEV! Blank verpasste im Powerplay zwei Mal den Ausgleich, aber Damiani sorgte nach grandioser Vorarbeit von Thomas Schemitsch dafür, dass die Partie von vorne begann (45.).
AEV DREHT DAS SPIEL
Zumindest für 65 Sekunden, denn dann schaltete Hanke am schnellsten und brachte die Panther zum zweiten Mal in Führung. Trevelyan war auch hier beteiligt (46.). Anschließend ließen es die Gastgeber etwas ruhiger angehen, standen aber gut in der Defensive.
In der 52. Minute dann eine unschöne Szene als Wolfsburgs Julius Ramoser gegen Hanke das Bein stehenließ und zurecht wegen Kniechecks vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Der AEV verpasste es aber in den fünf Minuten Überzahl für die Entscheidung zu sorgen.
AUSGLEICH KURZ VOR SCHLUSS
In der Schlussphase warf Wolfsburg dann alles nach vorne. Augsburg stand gut, aber einmal wurde es noch gefährlich und die Grizzyls kamen 6,7 Sekunden vor dem Ende durch Smith doch noch zum 5:5 (60.). In der Overtime hatten beide Teams Chancen, wobei Garteig einmal in absoluter Weltklasse-Manier abwehrte (61.).
So musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden und dort vergaben Augsburgs Trevelyan, Kunyk und Blank, während Choupani seinen Versuch verwandelte und den Ausäwrtssieg der Gäste sichersetellte. Anschließend wurde Trevelyan trotzdem frenetisch von den Fans im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion gefeiert.
Abschließend ist zu sagen: Die Augsburger Panther bedanken sich bei ihren Fans und Partnern für die großartige Unterstützung in der Saison 2025-26!