Kölner Haie
14. September 2018
Freitag, 19:30
LanXESS Arena, Köln
4 : 5
(0:3 / 3:1 / 1:0)
35 Torschüsse 27
6 Strafen 12
Augsburger Panther

Schiedsrichter

Hauptschiedsrichter: Hurtik, Piechaczek

Linienrichter: Kyei-Nimako, Leermakers

Torschützen

1. Drittel:
0:1 (03:01) David Stieler (Marco Sternheimer, Matt Fraser)
0:2 (07:42) Daniel Schmölz (Drew LeBlanc, Arvids Rekis)
0:3 (19:19) Sahir Gill (Patrick McNeill, Matt Fraser)

2. Drittel:
1:3 (21:10) Ben Hanowski (Fabio Pfohl, Felix Schütz)
1:4 (26:22) Steffen Tölzer (Matt White, Adam Payerl)
2:4 (26:48) Steven Pinizzotto (Colby Genoway, Moritz Müller)
3:4 (33:03) Dominik Tiffels (Jason Akeson, Tobias Viklund)

3. Drittel:
4:4 (40:23) Fabio Pfohl (Felix Schütz, Colby Genoway)

Overtime:
4:5 (61:30) Drew LeBlanc (Brady Lamb) 

Spielbericht

Die Augsburger Panther sind mit einem Sieg in die DEL-Saison 2018-19 gestartet. Bei den Kölner Haien verspielte das Team von Chefcoach Mike Stewart zwar zweimal eine Drei-Tore-Führung, gewann am Ende aber doch mit 5:4 nach Verlängerung.

Die Treffer für den AEV erzielten David Stieler (4.), Daniel Schmölz (8.), Sahir Gill (20.), Steffen Tölzer (27.) und Drew LeBlanc (62.). Für Köln waren Ben Hanowski (22.), Steven Pinizzotto (27.), Dominik Tiffels (34.) und Fabio Pfohl (41.) erfolgreich. 

Panther mit Traumstart


Die Panther, die ohne die beiden Langzeitverletzten T.J. Trevelyan und Henry Haase antreten mussten, erwischten dabei einen absoluten Traumstart. Etwas mehr als drei Minuten waren nur gespielt, als Stieler nach schöner Vorarbeit von Marco Sternheimer frei vor dem Kölner Tor auftauchte und zur Gästeführung einschießen konnte (4.). 

Und der AEV blieb dran: Mit aggressivem Forechecking erkämpfte man sich immer wieder Scheiben schon im Kölner Drittel und kam zu Chancen. Eine solche Situation führte auch zum 0:2, als LeBlanc den Puck stark verteidigte und Schmölz im Slot bediente, der humorlos einnetzte (8.). 

Nach einer Kombination über Thomas Holzmann und Christoph Ullmann hatte Hans Detsch sogar das 0:3 auf dem Schläger, aber sein Versuch mit der Rückhand ging knapp am leeren Tor vorbei (11.). Wenig später hatten auch Gill und Matt White im Nachschuss erhöhen können, aber Gustaf Weslau parierte stark (13.). 

Sein Gegenüber Olivier Roy konnte sich kurz danach während des ersten Haie-Powerplays auszeichnen. Der Augsburger Schlussmann wehrte erst stark gegen Felix Schütz ab (16.) und entschärfte wenig später in Weltklasse-Manier gegen den völlig freien Ryan Jones (17.). Wie es mit einem Mann mehr besser geht, zeigten die Panther wenig später in ihrem ersten Überzahlspiel. Die Scheibe lief gut und Neuzugang Gill traf per Direktschuss zum 0:3 (20.). 

Köln kommt zurück

So gut das Auftaktdrittel begann, so schlecht fanden die Panther in den zweiten Durchgang. Die Haie schalteten einen Gang hoch und belohnten sich bereits in der 22. Minute mit dem Anschlusstreffer. Schütz erkämpfte sich die Scheibe, legte auf Hanowski zurück, der zwar im ersten Versuch noch an Roy scheiterte, aber dann mit der Rückhand zum 1:3 traf. 

Die Gäste waren aber nicht geschockt und suchten ihrerseits wieder den Weg in die Offensive. Nachdem Kölns Sebastian Uvira nur den Außenpfosten traf (27.) kam es daher auch nicht wirklich überraschend, dass der AEV wenige Sekunden nach dieser Szene den alten Abstand wieder herstellte. Kapitän Tölzer traf mit einem Handgelenksschuss zum 1:4 (27.). 

Doch Köln antwortete prompt: Immer noch in der 27. Spielminute war Pinizzotto nach Zuspiel von Colby Genoway völlig frei und ließ Roy nicht den Hauch einer Chance. Die Haie waren nun am Drücker und die Panther hatten Glück, dass die Unparteiischen in der 32. Minute das Spiel abpfiffen, bevor Jones den Puck über die Linie bugsierte. 

Doch einmal konnten die Hausherren doch noch jubeln: Tiffels hatte viel Platz und brachte die Haie mit seinem Flachschuss wieder bis auf einen Treffer heran (34.). Weitere Treffer - allerdings auf beiden Seiten - waren im Mitteldrittel möglich, aber es ging mit dem 3:4 in die Kabine.

Pfohl gleicht aus - LeBlanc sichert Zusatzpunkt

Im Schlussabschnitt war die einst so komfortable AEV-Führung aber rasch komplett dahin. Die Panther spekulierten in Unterzahl auf den Konter, kamen aber nicht an die Scheibe und Pfohl bestrafte dies nur 23 Sekunden nach Wiederbeginn eiskalt und markierte den Ausgleich (41.). 

Es sollte der letzte Treffer in der regulären Spielzeit bleiben, denn im dritten Drittel lieferten sich beide Teams zwar einen leidenschaftlichen Kampf, aber Torchancen blieben Mangelware.
In der Verlängerung besorgte LeBlanc dann mit einer fantastischen Einzelaktion den Augsburger Zusatzpunkt, als er seinen Gegenspieler über die linke Seite überlief und dann vor Weslau eiskalt den Puck unter die Latte zimmerte (62.).

Für die Panther steht nach dem erfolgreichen Auftakt am Sonntag die nächste schwere Aufgabe auf dem Spielplan. Ab 19:00 Uhr geben die Adler Mannheim ihre Visitenkarte im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion ab.