29. November 2019
Freitag, 19:30
Arena Nürnberger Versicherung, Nürnberg
Nürnberg Ice Tigers
5 : 4
(2:1 / 1:1 / 1:2)
Augsburger Panther
(2:1 / 1:1 / 1:2)
32 Torschüsse 33
10 Strafen 12

Schiedsrichter

Hauptschiedsrichter: Schukies, Schütz

Linienrichter: Cepik, Höfer

Torschützen

1. Drittel:
0:1 (00:11) Scott Kosmachuk (T.J. Trevelyan, Brady Lamb)
1:1 (11:49) Patrick Reimer (Will Acton, Eugen Alanov)
2:1 (16:02) Chris Brown (Philippe Dupuis, Tim Bender)

2. Drittel:
2:2 (25:39) T.J. Trevelyan (Simon Sezemsky)
3:2 (38:03) Chris Brown (Philippe Dupuis, Brandon Buck)

3. Drittel: 
3:3 (48:15) Mitch Callahan (Patrick McNeill, Scott Kosmachuk)
4:3 (57:44) Joachim Ramoser (Andreas Eder, Daniel Fischbuch)
4:4 (59:21) Mitch Callahan (Adam Payerl, Drew LeBlanc)

Overtime:
Keine Treffer

Penaltyschießen:
5:4 (65:00) Brandon Buck 

Spielbericht

Die Augsburger Panther mussten die vierte Niederlage in der DEL in Folge hinnehmen, präsentierten sich bei den Thomas Sabo Ice Tigers aber stark formverbessert und holten zumindest einen verdienten Punkt. Bei der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen trafen die Gäste dabei in der ersten und in der 60. Minute. Die Treffer für die Panther erzielten Scott Kosmachuk (1.), T.J. Trevelyan (26.) und Mitch Callahan (49., 60.). Für Nürnberg waren Patrick Reimer (12.), Chris Brown (17., 39.), Joachim Ramoser (58.) und Brandon Buck (66.) erfolgreich.

Pantherführung nach elf Sekunden

Das Spiel begann mit einem echten Paukenschlag, denn die Panther gingen bereits nach elf (!) Sekunden in Führung. Vom Eröffnungsbully weg schnappte sich Trevelyan die Scheibe, umspielte einen Gegenspieler und zog ab. Niklas Treutle im Tor der Hausherren konnte abwehren, aber Kosmachuk stand goldrichtig und staubte zum 0:1 ab (1.). 

Dieser Treffer gab den Panthern, die ohne den angeschlagenen Kapitän Steffen Tölzer antraten, Auftrieb, denn immer wieder störten die Gäste früh und kamen gefährlich vor das Gehäuse der Ice Tigers. 

Vor allem die Reihe mit Kosmachuk, Trevelyan und Drew LeBlanc konnte dabei überzeugen, aber auch die anderen Formationen - Christoph Ullmann und Alex Lambacher standen nicht im Kader - waren im Spiel.

Ice Tigers drehen Spiel - Sternheimer verletzt

Von den Ice Tigers war dagegen in der Anfangsphase wenig zu sehen: Eine erste Chance von Brown in der 7. Minute entschärfte Markus Keller mit der Schulter. Dennoch kamen die Hausherren zum Ausgleich, als man die neutrale Zone einmal schnell überbrücken konnte und Will Acton bei einer Zwei-auf-Eins-Situation den mitgelaufenen Reimer bediente und dieser Keller keine Chance ließ (12.). 

Eine Schrecksekunde dann in der 16. Minute, als Panther-Eigengewächs Marco Sternheimer einen Schlittschuh eines Nürnbergers knapp unterhalb des Schienbeinschoners abbekam und verletzt abtransportiert werden musste. 

Und wenig später kam es noch schlimmer, denn kurz danach hatte Brown im Slot vor Keller zu viel Platz, Dupuis fand den Topscorer der Ice Tigers und es stand 2:1 (17.). Es war auch der Zwischenstand nach dem ersten Drittel, denn der AEV konnte das erste Powerplay des Spiels - trotz einiger gefährlicher Schüsse - nicht nutzen.

Trevelyan gleicht aus

Dies holten die Panther dann aber im zweiten Drittel bei numerischer Gleichzahl nach. Nach einem schnellen Angriff tauchte Trevelyan frei vor Treutle auf und versenkte eiskalt im kurzen Kreuzeck zum 2:2 (26.). 

Anschließend neutralisierten sich beide Mannschaften lange Zeit und die Abwehrreihen dominierten das Geschehen. Doch als es schien, dass die Teams mit dem Remis in die zweite Pause gehen würden, schlug Nürnberg noch einmal zu. Und wie schon beim 2:1 bediente Dupuis Brown vor dem Tor und dieser hatte wenig Mühe, aus kurzer Distanz seinen zweiten Treffer zu erzielen (39.).

Doch die Panther ließen sich auch vom zweiten Rückstand nicht von ihrem Matchplan abbringen und waren auch im dritten Drittel voll im Spiel. John Rogl traf gleich zu Beginn den Pfosten (42.), aber die Gäste blieben weiter dran und belohnten sich in Überzahl: 

Callahan mit erstem Saisontor

Patrick McNeill zog aus der Distanz ab und Mitch Callahan fälschte unhaltbar ab und erzielte damit endlich sein langersehntes erstes Saisontor (49.).

Doch das Spiel hatte noch einige Pointen bereit, denn in der Schlussphase ging es richtig rund. Zunächst ging Nürnberg ein drittes Mal durch Ramoser in Führung (58.). Keller parierte den Schuss zwar überragend, aber nach Videostudium stellten die Unparteiischen fest, dass Puck und Fanghand des Augsburger Goalies hinter der Linie waren.

Doch die Panther fanden noch einmal zurück ins Spiel - und das wieder in Überzahl gegen das beste Unterzahlteam der DEL. In der Schlussminute - auch Keller war bereits vom Eis - stand erneut Callahan goldrichtig und erzwang mit seinem Doppelpack die Overtime (60.).

Callahan schnürt Doppelpack - Ice Tigers holen Extrapunkt

Dort hatten die Hausherren die besseren Möglichkeiten, aber Keller und seine Vorderleute ließen keinen Treffer zu, so dass das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden musste. Und diesen holte sich Nürnberg. Zwar traf Kosmachuk als Erster, aber Buck verwertete gleich zwei Penalties und besorgte somit den 5:4-Endstand.

Für die Panther geht es am Sonntag gleich mit dem nächsten Derby weiter. Das Eröffnungsbully im Curt-Frenzel-Stadion steigt um 16:30 Uhr.