Thomas Sabo Ice Tigers
11. Dezember 2016
Sonntag, 14:00
Arena Nürnberger Versicherung, Nürnberg
3 : 2
(2:1 / 1:1 / 0:0)
34 Torschüsse 22
10 Strafen 8 + 10 (Davies)
Augsburger Panther

Schiedsrichter

Hauptschiedsrichter: Brill, Hoppe

Linienrichter: Salewski, Westhaus

Torschützen

1. Drittel:
1:0 (08:19) Steven Reinprecht
1:1 (16:59) Ben Hanowski (Drew LeBlanc, Brady Lamb)
2:1 (19:53) Marco Pfleger (Steven Reinprecht, Leonhard Pföderl)

2. Drittel:
3:1 (22:48) Sasa Martinovic (Andrew Kozek, Philippe Dupuis)
3:2 (37:18) Trevor Parkes (David Stieler, Ben Hanowski)

3. Drittel:
Keine Treffer 

Spielbericht

Die Augsburger Panther haben das Spitzenspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers trotz ansprechender Leistung verloren und konnten erstmals seit neun Spielen nicht punkten. Nach 60 umkämpften Minuten musste sich der AEV knapp mit 2:3 geschlagen geben. Die Treffer für die Panther erzielten Ben Hanowski (17.) und Trevor Parkes (38.). Für die Ice Tigers waren Steven Reinprecht (9.), Marco Pfleger (20.) und Sasa Martinovic (23.) erfolgreich.

Trevelyan und Boutin fehlen

Mike Stewart musste sein Team im Vergleich zum Sieg gegen die Kölner Haie umstellen. Für den verletzten Jonathan Boutin stand Ben Meisner von Beginn an im Tor und zudem musste der Augsburger Coach auch auf T.J. Trevelyan verzichten. 

Auch Evan Trupp und Adrian Grygiel fehlten weiter. Doch trotz der langen Verletztenliste fanden die Panther schnell ins Spiel. Die erste gute Chance des Spiels hatten allerdings die Hausherren durch Yasin Ehliz, aber Meisner reagierte stark (2.). 

In Überzahl wurde es dann auch vor dem Nürnberger Tor gefährlich, aber Jochen Reimer war gegen Michael Davies auf dem Posten (5.). Wenig später durften die Gäste erneut mit einem Mann mehr ran und es fiel auch der erste Treffer, aber nicht für die Panther. 

Reinprecht trifft in Unterzahl

In Unterzahl eroberte Reinprecht die Scheibe, fuhr alleine auf Meisner zu und versenkte mit der Rückhand eiskalt (9.). Der AEV war aber nicht geschockt und spielte weiter nach vorne. Thomas Holzmann hatte den Ausgleich auf dem Schläger, aber Reimer blieb im direkten Duell Sieger (13.). 

Im dritten Powerplay war es dann aber soweit. Nach ganz starker Vorarbeit von Drew LeBlanc musste Hanowski nur noch einschieben (17.). Doch die Ice Tigers hatten noch vor Drittelende eine Antwort parat: Im ersten Überzahlspiel der Hausherren zog Pfleger aus dem Hinterhalt ab und ließ Meisner mit seinem Handgelenksschuss sieben Sekunden vor dem Ende keine Chance (20.).

Der Treffer gab den Hausherren Auftrieb, denn die Ice Tigers kamen besser aus der Kabine und drückten auf das 3:1. Gegen Andrew Kozek konnte Meisner in höchster Not noch retten (23.), aber kurz danach war der Augsburger Goalie zum dritten Mal geschlagen. 

Martinovic erhöht, Parkes antwortet

Nach einem Konter nahm Martinovic Maß und setzte den Hartgummi genau in den linken oberen Torwinkel und ließ Meisner keine Chance (23.). 

Die Panther suchten nach einem Weg zurück ins Spiel - der Einsatz passte, jeder Check wurde konsequent zu Ende gefahren, aber zu Torchancen kamen die Augsburger trotz guter Spielanlage kaum. Und in der Defensive hatte der AEV Glück, dass Patrick Reimer nicht sogar auf 4:1 stellte. 

Der Topscorer traf aber nur den Pfosten (30.). So blieben die Panther im Spiel und schlugen erneut in Überzahl zu. Nach dem Bullygewinn zog Parkes von der linken Seite vor das Tor, umspielte auch Reimer und verkürzte kurz vor Drittelende auf 3:2 (38.). 

Spannung in den letzten 20 Minuten war damit garantiert und die Panther versuchten auch alles, um den Ausgleich zu erzielen. Die Gastgeber verteidigten aber sehr geschickt und ließen den AEV kaum zur Entfaltung kommen. So sahen die Zuschauer zwar ein schnelles, aber chancenarmes Schlussdrittel, denn auch die Ice Tigers konnten sich offensiv nur selten durchsetzen.

Ice Tigers bringen Sieg über die Zeit

Hektisch wurde es dann kurz vor Schluss, als die Unparteiischen nach einem Zweikampf zwischen Derek Dinger und Brandon Prust auf Penalty für Nürnberg entschieden. Prust konnte Meisner aber nicht überwinden (57.). 

Auf der anderen Seite fiel allerdings auch kein Treffer mehr - es half auch nichts, Meisner gegen den sechsten Feldspieler zu tauschen. 

Somit endete auch das dritte Aufeinandertreffer dieser beiden Mannschaften mit nur einem Treffer Differenz und die Panther konnten erstmals seit neun Spielen keinen Punkt auf der Habensseite verbuchen. 

Aber bereits am Freitag kann der AEV im nächsten Spitzenspiel eine neue Serie starten, wenn die Wolfsburg Grizzlys im Curt-Frenzel-Stadion zu Gast sind. Die ersten beiden Partien gegen die Niedersachsen konnte Augsburg gewinnen.